Auftakt im Höllenloch

Jede Menge Wasser und knietiefer Schlamm bremste zu Beginn der East African Safari Classic Rally 2011 die Teilnehmer aus. Wer problemlos durchkam, landete am Ende des Tages ganz weit vorn.

  • NICHTS GING MEHR: Der zweite Tag stellte die Teilnehmer auf eine harte Probe

Jede Menge Wasser und knietiefer Schlamm bremste zu Beginn der East African Safari Classic Rally 2011 die Teilnehmer aus. Wer problemlos durchkam, landete am Ende des Tages ganz weit vorn.

Früher war es der brutalste Weltmeisterschaftslauf im Rallyekalender, bis vor einigen Jahren die Piloten und Hersteller gemeutert haben. Zu gefährlich, zu lang, zu anstrengend, zu schlechte Strecken für die modernen Autos. Jetzt kehrt die Safari-Rallye alle zwei Jahre als  East African Safari Classic Rally zurück, mit alten Autos und Fahrern, die sich was trauen.

 

Viel Mut und noch mehr Können brauchte es, um das Schlammfeld am heutigen zweiten Tag zu meistern. Viele Teams blieben stecken und konnten nur mit tatkräftiger Hilfe der Zuschauer aus ihrer Lage befreit werden. Björn Waldegård nahm die Sache gelassen und meisterte die Aufgabe mit seinem Porsche bravourös. Ja, da gab es wohl einen See, meinte der Ex-Champion im Ziel des ersten Wertungsabschnitts, "und das war eine anspruchsvolle Sache." Andere Teilnehmer sprachen von einem Fluss, einem Sumpf, oder gar von einem "Höllenloch".

 

Hinter Waldegård war Grégoire de Mévius in den Tag gestartet und sah sich genau an, wie der Spitzenreiter seinen 911 durch den Schlamm bugsierte: "Ich dachte fahren das selbe Auto und sollten anschließend auch in der Lage sein, dass zu schaffen." Am besten stellte sich jedoch Ian Duncan im Ford Capri an und holte sich die Bestzeit auf diesem Abschnitt. X-Game-Superstar Travis Pastrana scheute das Wasser und setzte auf die Künste seiner Copilotin Fabrizia Pons, die eine andere Strecke wählte. Drei Minuten verlor das Team durch den Umweg, behielt aber den sechsten Platz in der Gesamtwertung.  

 

Die heftigen Regenfälle und die Überschwemmungen sorgten jedoch dafür, dass der zweite Wertungsabschnitt abgesagt werden musste. Die Veranstalter hatten Mitleid mit den Teilnehmern, angesichts der vielen Fahrzeuge die bereits zu Beginn im Schlamm versunken waren, eine richtige Entscheidung.

 

Die abschließenden 37 Wertungskilometer präsentierten sich dagegen staubtrocken. "Eine wunderschöne Strecke", befand Waldegård und holte sich die verlorenen Sekunden vom Morgen wieder zurück um an der Spitze des Feldes zu bleiben. De Mevius war nicht weniger von der letzten Prüfung begeistert, konnte aber dem Sturmlauf von Waldegård nichts entgegensetzen und liegt mit drei Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Duncan ist Dritter, gefolgt von Geoff Bell (Datsun 260) und Geoff Bell (Porsche 911), der sich auf einer Verbindungsetappe die Antriebswelle ramponierte und wertvolle Zeit verlor.

 

Zwei Tage haben die tapferen Recken der East African Safari 2011 überstanden, sechs weitere und jede Menge Abenteuer stehen ihnen noch bevor.

 

GALERIE: Die Bilder der  East African Safari Classic Rally 2011 ...