Sachsen-Rallye

Zeltner gewinnt vor Wallenwein

Mit ihrem Sieg bei der AvD Sachsen-Rallye haben sich Ruben und Petra Zeltner im Porsche 911 GT3 zum derzeit schnellsten Motorsport-Ehepaar Deutschlands gekrönt.

<strong>SIEG:</strong> Ruben und Petra Zeltner liefern in Sachsen eine beachtliche Vorstellung ab

Ruben Zeltner konnte im Ziel der Sachsen-Rallye strahlen: „Der Sieg hier ist ein perfektes Ergebnis für uns“, so der Lokalmatador, der im Hauptberuf als Geschäftsführer des Sachsenrings tätig ist. „Wir haben in der DRM-Wertung einen großen Schritt nach vorne machen können. Aber der Sieg hier in Sachsen ist mir im Moment mehr wert, als die Platzierung in der DRM-Tabelle.“

 

Über lange Zeit hatte er sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Duell mit Felix Herbold im Preisroboter-Fiesta geliefert. Nachdem der 26-jährige Ismaninger die erste WP noch für sich entscheiden konnte, übernahm Zeltner die Führung, die er bis Samstagnachmittag verteidigen konnte. Für zwei Prüfungen konnte sich dann Herbold an die Spitze setzen, schied jedoch unfallbedingt aus. „Wir mussten am Limit fahren, weil wir wussten dass Ruben auf den Nachmittags-WPs sehr schnell sein würde“, schildert Co-Pilot Kölbach. „Bei der Anfahrt auf eine Sprungkuppe wurde Felix kurz irritiert und wich leicht nach rechts aus. Dadurch passte der Sprung nicht, und wir sind abgeflogen.“

 

Die Rolle des Porsche-Jägers übernahmen im Anschluss Mark Wallenwein und Co Stefan Kopczyk, die den Skoda Fabia S2000 mit einem Rückstand von 1:06,4 Min. durch das Zieltor am Zwickauer Kornmarkt fuhren. „Der zweite Platz ist ein tolles Ergebnis für uns“, strahlte Wallenwein, der nun wieder die Führung in der DRM übernimmt. „Wir haben am Schluss etwas Tempo rausgenommen. Mehr war nicht drin.“ Olaf und Alexandra Dobberkau konnten ihren Porsche 911 GT3 als dritte ins Ziel bringen. Olaf Dobberkau freute sich nach einem bislang durchwachsenen Saisonverlauf: „Der dritte Platz ist für uns ein Superergebnis! Ruben und Mark waren heute einfach zu schnell für uns.“

 

Auch auf den Positionen hinter den Podiumsplatzierungen waren die heimischen Teams am vierten DRM-Wochenende nicht zu schlagen. Als Viertplatzierte liefen Peter Corazza/Ronald Bauer (Mitsubishi Lancer Evo 9) im Ziel. Als schnellstes Team in der Division 2 durften sie vor heimischer Kulisse damit endgültig einen Haken an den unbefriedigenden Saisonstart mit zwei Nullrunden in Folge machen: „Es ist einfach toll, wenn man Bekannte und Fans entlang der Strecke sieht“, strahlte Corazza. „Obwohl man konzentriert fährt, kann man Plakate und Fahnen während der Fahrt erkennen. Früher war ich selbst Zuschauer und bin zu den Prüfungen gekommen. Heute fahre ich selbst. Das ist ein cooles Gefühl.“ Zweitschnellster in der Gruppe der seriennahen Turbo-Allradler war Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer Evo 10). Er konnte den vierten Meisterschaftsplatz verteidigen, dennoch war der vierfache DRM-Champion nicht mit sich zufrieden: „Ich glaube, ich kann meinen Unfall hier vor zwei Jahren nicht ganz aus dem Kopf verdrängen. Unser Auto ist okay, aber die Zeiten hätten etwas besser sein können.“

 

2WD-Wertung: Mohe holt ersten Sieg

 

Auch in der Wertung der schnellsten frontgetriebenen Fahrzeuge gab es in Sachsen einen Heimsieg: Der amtierende 2WD-Champion Carsten Mohe holte mit seiner Co-Pilotin Katrin Becker im Renault Mégane R.S. N4 den Sieg in der Division 3. Mit dem hervorragenden sechsten Gesamtrang verwiesen sie dabei viele Teams auf leistungsstärkeren Fahrzeugen auf die Plätze. Zweite in der Division wurde Georg Berlandy (Peugeot 207 RC R3T). Pech dagegen hatte der bislang dominierende 2WD-Pilot Christian Riedemann: Der Sulinger musste seinen Citroën DS3 R3T bereits auf der Freitagsetappe in Führung liegend mit defekter Benzinpumpe abstellen.

„Schade für Christian Riedemann, dass er so früh ausgefallen ist“, zollte Carsten Mohe seinem schärfsten Konkurrenten in der 2WD-Wertung Respekt. „Wir hätten ihn gerne auf der Strecke geschlagen. Wir konnten hier schnellere Zeiten als im vergangenen Jahr fahren.“

 

Bereits zum dritten Mal konnte der 19jährige Dominik Dinkel in der „kleinen“ Division 5 gewinnen. Er kann sich damit auf die vierte Position in der 2WD-Wertung verbessern. „Als klar war, dass wir in der Division sicher vorne liegen, habe ich das Tempo etwas rausgenommen um nichts mehr zu riskieren. Nach dem Ausfall in Hessen war es wichtig, hier wieder die vollen Divisionspunkte mitzunehmen.“ Hinter dem Suzuki-Piloten landete Markenkollege Julius Tannert bei seiner Premiere im Rallyesport auf dem zweiten Rang.

 

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