DRM 2015

Zeltner gewinnt Rallye Sulinger Land

In Abwesenheit seiner schärfsten Titelkonkurrenten kann Ruben Zeltner zusammen mit Ehefrau Petra die Rallye Sulinger Land klar für sich entscheiden und die DRM-Gesamtführung übernehmen.

Als „Königsprüfung“ des vierten Saisonlaufs erwies sich einmal mehr das IVG-Gelände, das ehemalige Munitionsdepot zwischen Liebenau und Steyerberg: Hier steckten die Veranstalter einen anspruchsvollen 20-Kilometer-Parcours ab, der insgesamt drei Mal in verschiedene Richtungen zu absolvieren war. Der Kurs machte damit fast die Hälfte der insgesamt 130,8 Bestzeitkilometer aus und wurde zudem beim ersten Durchgang als Powerstage mit wertvollen Zusatzpunkten für die drei Erstplatzierten belohnt. Trotz der teilweise enorm engen, rutschigen Piste konnte Porsche-Pilot Ruben Zeltner hier alle anderen Teilnehmer hinter sich lassen und alle Bestzeiten notieren lassen. Er legte damit den Grundstein zum Erfolg.

„Das fühlt sich gut an“, freute sich der amtierende Meister anschließend. „Wir sind als Favoriten angereist und hatten natürlich auf den Sieg gehofft. Dass es so gut funktioniert, hatten wir dann aber nicht gedacht.“ In Abwesenheit der schärfsten DRM-Konkurrenten übernahm Zeltner die Tabellenführung vor den beiden Skoda-Piloten Fabian Kreim (49 Punkte) und Mark Wallenwein (48). „Es war auch gewissermaßen eine Pflichtübung, hier in Führung zu gehen“, sagte Zeltner deshalb auch. „Denn wenn die beiden später in der Saison wie angekündigt mit neuen Autos antreten, wird es für uns deutlich enger werden.“

Färber mit starker Leistung

Hinter Hermann Gaßner, der mit seinem Gruppe-H-Mitsubishi nicht punktberechtigt ist, herrschte beim zweitplatzierten DRM-Team ebenfalls große Freude: Frank Färber zeigte sich stark in Form und unterstrich mit zwei WP-Bestzeiten, dass der wieder einsatzfähige Peugeot 207 S2000 im weiteren Saisonverlauf zur Spitzengruppe zählt. „Seit der Saarland-Rallye sind wir mit dem S2000 keinen Meter gefahren“, berichtet der Neuwieder. „Mir fehlte deshalb zu Beginn der Rallye definitiv die Praxis. Deshalb hatten wir nicht mit Platz zwei gerechnet - jetzt sind wir hoch zufrieden. Natürlich war im Laufe des Tages die Hoffnung gewachsen, dass wir hier einige Punkte mitnehmen. Aber diese Rallye ist sehr anspruchsvoll. Das IVG-Gelände ist eine tolle Prüfung und ungeheuer schwierig.“ Mit seiner Leistung hält Färber vor der Thüringen Rallye (14. - 16. Mai) als DRM-Fünfter den Anschluss an die Tabellenspitze.

Als drittplatziertes DRM-Team fuhren Nico Leschhorn und Co-Pilotin Josefine Corinn Beinke durchs Ziel. Das Duo erreichte im Peugeot 207 S2000 nicht nur zum vierten Mal in Folge die Punkteränge, sondern holte zudem sein bislang bestes Ergebnis: „Wahnsinn - ich kann es noch gar nicht richtig glauben“, strahlte Leschhorn anschließend. In der Tabelle liegt er nun zwei Zähler vor Frank Färber auf dem vierten Tabellenplatz.

Pech für Pusch und Corazza

Lange Zeit hatte Patrick Pusch als bester Pilot auf einem frontgetriebenen Fahrzeug vor ihm rangiert. Dieser konnte mit einer starken fahrerischen Leistung beweisen, wie schnell er seinen Citroën DS3 R3T bewegen kann. Doch auf der letzten WP streikte der Turbolader. Er verlor die Platzierung an Leschhorn und schleppte sich noch mit letzter Kraft bis ins Ziel. Als Trost blieben ihm zwei Zusatzpunkte für die zweitschnellste DRM-Zeit auf der Powerstage. „Es ist schade, dass Patrick beim letzten Durchgang im IVG-Gelände ein Problem hatte“, zollte Leschhorn dem Konkurrenten Respekt. „Er ist eine starke Rallye gefahren. Aber am Ende werden die Hühner gezählt und wir sind ohne Probleme durchgefahren.“

Ebenfalls mehr ausgerechnet hatte sich für diesen vierten Meisterschaftslauf Peter Corazza (Mitsubishi Lancer R4). Er war als Mitfavoriten angetreten, hatte aber schon frühzeitig Probleme. „Auf dem Weg zum Start starb der Motor ab, wir konnten ihn erst mit einigen Mühen wieder anlassen“, berichtete Corazza. „Vermutlich ist das ein Problem mit dem Luftmengenmesser. Leider brachte auch eine Reparatur im Mittagsservice nichts und uns blieb nichts anderes übrig als durchzurollen, um die Punkte mitzunehmen.“ Zehn Zähler waren für ihn die Ausbeute des Wochenendes. Sie reichen aus, um Tabellenplatz sieben zu verteidigen. 

Auch Raphael Ramonat (Mitsubishi Lancer) hatte kein Glück im Norden. Der Südthüringer konnte sich im ersten Drittel der Rallye in der Spitzengruppe überzeugen, bis er auf der fünften WP ausrollte. „Uns ist eine Bremsleitung geplatzt“, berichtet Ramonat. „Schade, denn bis dahin lief es sehr gut. Vor allem unser gutes Abschneiden beim ersten Durchgang auf dem IVG-Gelände machte Lust auf mehr.“

LINK:Die Ergebnisse der Rallye Sulinger Land 2015 ...

DRM-Zwischenstand nach 4 von 12 Läufen

1.   Zeltner / Zeltner  Porsche 911 GT3   70
2.   Kreim / Christian  Skoda Fabia S2000   49
3.   Wallenwein / Kopczyk  Skoda Fabia S2000   48
4.   Leschhorn / Beinke  Peugeot 207 S2000   39
5.   Färber / Schaaf  Peugeot 207 S2000   37
6.   Mohe / WalkerRenault Clio R3T   26
7.   Corazza / Gerlich  Mitsubishi Lancer R4   21
8.   Pusch / Luther  Citroën DS3 R3T   16
9.   Griebel / Clemens  Opel Adam R2   12
10.   Wallenwein / Poschner  Subaru Impreza R4   10
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