Porsche-Duo im Süd-Masters vorn

Werner siegt im St. Wendeler Land

Das Porsche-Duo Toni Werner/Ralph Edelmann baut mit dem Sieg bei der Rallye St. Wendeler Land die Führung im ADAC Rallye Masters der Region Süd weiter aus.

<strong>ERNEUTER SIEG:</strong> Werner im Porsche 911 GT3

Auch bei der ADAC Rallye St. Wendeler Land hießen die Sieger Toni Werner/Ralph Edelmann im Porsche 911 GT3. Nach ihrem dritten Sieg und zwei zweiten Plätzen bei den fünf Vorläufen baute das Porsche-Duo seine Führung in den ADAC Rallye Masters der Region Süd deutlich aus. Mit 146 von 150 maximal möglichen Punkten aus den Vorläufen schufen sie sich zudem eine optimale Ausgangsposition für die beiden Endläufe in Niedersachsen und Bayern, die gemeinsam mit der Region Nord der ADAC Masters ausgetragen werden.

 

Den zweiten Platz auf der Zielrampe in Freisen belegten Uli Kübler/Armin Seeger vor ihren Mitsubishi-Markenkollegen Jörg Axel de Fries/Hans-Peter Loth, die allerdings die leistungsstärkere Gruppe A-Version des Lancer pilotierten. De Fries und Kübler verschafften sich mit diesen Resultaten aussichtsreiche Positionen für die beiden Finals der Masters. Federn lassen mussten dagegen Masters-Titelverteidiger Hermann Gassner und Lokalmatador Lars Mysliwietz, die nach technischen Defekten ohne Punkte blieben.

 

Anhaltender Nieselregen verwandelte die anspruchsvollen Wertungsprüfungen im St. Wendeler Land rund um Freisen in teilweise extrem rutschige Bahnen. Optimales Allradwetter und weniger geeignet für

Sportgeräte mit nur einer angetriebenen Achse. „Ich bin überrascht, dass wir mit unserem Hecktriebler trotz des Regens so weit vorne fahren können,“ berichtete Toni Werner zur Halbzeit. „Die spielen hier 4 gegen 2 im Regen, das ist doch unfair“ flachste auch Ralph Edelmann, der gemeinsam mit Toni Werner im Porsche 911 GT3 in der dritten Prüfung eine Kurve verpasste. Sie konnten sich über eine nasse Wiese aber wieder auf die Strecke retten. Dabei hatten sie mehr Glück als Lars Mysliwietz, der an der gleichen Stelle mit einem Antriebswellenschaden ausrollte. Er blieb trotz des Ausfalls auf dem dritten Platz der Masters-Wertung.

 

Nachdem Werner die Auftaktprüfung am Freitag gewonnen hatte, setzte sich Gassner am Samstag früh direkt an die Spitze. Kurz vor dem Ziel der vierten Prüfung kollabierte jedoch der Turbolader am Lancer und die Service-Crew konnte ihn in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht austauschen. Nach der zweiten Nullrunde wird das Projekt Titelverteidigung für Gassner nicht gerade einfacher.

 

Während sich vor allem Teams mit nur einer angetriebenen Achse trockenere Strecken wünschten, war es einigen Allradlern noch nicht nass genug. „Das war eine Rallye nach unserem Geschmack, es hätte ruhig noch mehr regnen können, dann hätten wir vielleicht eine Chance gegen Toni gehabt,“ schmunzelte der zweitplatzierte Uli Kübler. Das Sekundenduell um den dritten Podestplatz entschied Mitsubishi-Pilot Jörg de Fries im A-Lancer gegen Armin Sommer im Gruppe-N-Subaru Impreza für sich. Hinter Eric Carlsson im Audi TT machte sich der Saarländer Uwe Gropp im Peugeot 306 Maxi mit dem sechsten Gesamtrang selbst das schönste Geschenk zu seinem 40. Geburtstag. Turbulent ging es auch bei der Diesel-Fraktion zu. Der 19-jährige Saarland-Youngster Patrick Anglade lag im Opel Astra wie erwartet an der Spitze, als ihn ein Reifenschaden zur Halbzeit hoffnungslos zurück warf. Routinier Wolfgang Ehlhardt verteidigte anschließend im Opel Astra die Sekundenführung vor Konstantin Keil, dem amtierenden Champion im ADAC Rallye Junior Cup, bis ins Ziel.

 

Endstand ADAC Rallye St. Wendeler Land 2007:

1. Anton Werner/Ralph Edelmann, Porsche 911 GT3, Div. 2 1:24:57,2 Stunden.

2. Uli Kübler/Armin Seeger, Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 0:18,6 Minuten.

3. Jörg de Fries/Peter Loth, Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 1:01,8 Minuten.

4. Armin Sommer/Vicky Braun, Subaru Impreza STI, Div. 4 + 1:09,3 Minuten

5. Eric Karlsson/Ekkehardt Schmidt, Audi TT, Div. 4 + 7:55,0 Minuten.

6. Uwe Gropp/Jenny Seebach, Peugeot 306 Maxi, Div. 3 + 8:00,3 Minuten.

7. Bob Simon/Guy Oster, Honda Civic Type R, Div. 3 + 8:47,6 Minuten.

8. Wolfgang Günther/Susanne Heiler, Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 10:04,0 Minuten.

9. Wolfgang Ehlhardt/Ingolf Mergen, Opel Astra GTC Diesel, Div. 7 + 10:13,4 Minuten.

10. Konstantin Keil/Bernd Hosse, VW Golf Diesel, Div. 7 + 10:20,1 Minuten.

 

Stand ADAC Rallye Masters (Süd) nach 5 von 5 Vorläufen:

1. Werner/Edelmann, Porsche 911 GT3, 146

2. Gassner/Schrankl, Mitsubishi Lancer, 88

3. Mysliwietz/Schumacher, Citroën C2/Honda CivicTypeR, 81

4. de Fries/Loth, Mitsubishi Lancer, 61

5. Kübler/Seeger, Mitsubishi Lancer, 55

6. Lahure/Schreitmüller, Honda Civic Type R, 50

7. Gropp/Seebach, Peugeot 306, 45

8. Anglade, Patrick, Opel Astra gtcdi, 44

9. Klein, Sebastian, VW Golf GTI, 42

= Keil/Hosse, VW Golf TDI, 42

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