Sieg im Erzgebirge

Peter Corazza gewinnt Heimspiel

Manchmal dauert es etwas länger, aber die Freude ist dann umso heftiger: Bei seiner 13. Teilnahme gewann Peter Corazza erstmals sein Heimspiel.

<strong>SIEG:</strong> Peter Corazza gewinnt endlich die Rallye Erzgebirge

Im Mitsubishi Lancer hatte er gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Windisch nach 13 anspruchsvollen Wertungsprüfungen rund um Stollberg einen klaren Vorsprung von über zwei Minuten auf die Berliner Tabellenführer der ADAC Rallye Masters, Frank Richert/Matthias Prillwitz im Ford Escort Cosworth. Mit einem spektakulären Schlussspurt schoben sich die Titelverteidiger Toni Werner/Ralph Edelmann im Porsche 911 GT3 noch auf Rang drei. In der Masters-Tabelle konnte Frank Richert nach dem dritten Lauf mit nun 86 Punkten seine Führung ausbauen. Werner (51) übernahm Platz zwei vor Guido Imhoff (VW Golf Kit-Car) mit 42 Zählern.

 

Auch bei der dritten Runde zu den ADAC Rallye Masters spielte das Wetter eine große Rolle und machte die Aufgaben der Teams noch anspruchsvoller. Pünktlich zum Start des Zuschauer-Rundkurses in Jahnsdorf begann es wie aus Kübel zu schütten. Aber es kam noch besser: Über Nacht wandelte sich der Dauerregen in Schnee. Die hoch gelegenen Prüfungen präsentierten sich im winterlichen Weiß, selbst beim Zuschauer-Rundkurs in Grünhain musste der Winterdienst ausrücken. In den freitagabendlichen Regenspielen von Jahnsdorf pflügte Peter Corazza, angefeuert von tausenden triefend nasser Fans als Schnellster um den Kurs. „Das ist mein Wetter, jetzt hab ich eine Chance, die Rallye zu gewinnen“, strahlte der Oelsnitzer schon vor der Übernachtungspause. 

 

FRÜHES AUS: Rekordsieger Ruben Zeltner fiel nach einem Motorschaden vorzeitig aus 

Corazza wurde dicht gefolgt vom Jahnsdorfer Mitsubishi-Markenkollegen Maik Förster, der die technischen Nachteile seines Lancer Evo 6 durch exzellente Streckenkenntnisse wettmachte. Auf der ersten ‚Schnee-Prüfung’ am frühen Samstag waren nicht wie erwartet die Allradler, sondern wieder die Lokalmatadoren vorn. Quasi vor seiner Haustür ging die Prüfung an den Crottendorfer Carsten Mohe, der diesmal zusammen mit Kathi Wüstenhagen im Renault Clio R3 unterwegs war. Knappe 0,1 Sekunden später wurden die Uhren für den fünffachen Rekord-Erzgebirgssieger Ruben Zeltner gestoppt. Ein kapitaler Motorschaden am BMW M3 beendete den Auftritt Zeltners jedoch vorzeitig.

 

Corazza setzte sich anschließend mit mehreren Bestzeiten ab, während sich Frank Richert fest auf dem Ehrenplatz einrichtete. Mohe schob sich an Förster vorbei auf den dritten Platz, während Toni Werner bis auf Rang acht durchgereicht wurde. „Durch die feuchte Witterung liefen unsere Scheiben von innen an, zudem hatten wir uns in der Reifenwahl vergriffen“, erklärte der Erzgebirgs-Sieger aus dem vergangenen Jahr. Doch mit den abtrocknenden Strecken verbesserte sich nicht nur die Sicht im Porsche-Cockpit. Mit großen Schritten pflügte Werner durchs Feld und eroberte Platz drei vor Mohe und Förster, die beide mit mehr Regen und Schnee geliebäugelt hatten. Die erste Runde im ADAC Rallye Junior Cup ging an den 23-jährigen Felix Herbold mit seinem Plauener Co Kevin Zemanik. Im Suzuki Swift gewannen sie zudem erneut die Wertung zum Suzuki Rallye Cup und liegen auch dort souverän an der Spitze. Ihre Markenkollegen Manuel Kössler und der Luxemburger Hugo Arellano folgten auf den Plätzen.

 

Ergebnis ADAC Rallye Erzgebirge 2008
01. Corazza/Windisch, Mitsubishi Lancer, Div. 4 1:18:55,5
02. Richert/Prillwitz, Ford Escort Cosworth, Div. 1 + 2:01,5
03. Werner/Edelmann, Porsche 911 GT3, Div. 2 + 2:30,0
04. Mohe/Wüstenhaben, Renault Clio R3 Maxi, Div. 3 + 3:03,4
05. Förster/Fröhlich, Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 3:56,6
06. de Fries/Loth, Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 5:55,7
07. Imhoff/Walker, VW Golf Kit-Car Div. 3 + 7:12,2
08. Brühl/Ellmer, Mitsubishi Lancer, Div. 4 + 7:21,7
09. Milon/Steffen, Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 7:30,2
10.Richter/Beier, Ford Escort Cosworth, Div. 1 + 8:16,4

 

ADAC Rallye Masters 2008 - Stand nach 3 Vorläufen
01. Richert/Prillwitz Ford Escort Cosworth 1 86
02. Werner/Edelmann Porsche 911 GT3 2 51
03. Imhoff/Walker VW Golf Kit-Car 3 42
04. Klemund/Schöpf Subaru Impreza 4 39
05. Wecker/Theobald Opel Astra GTC-Diesel 7 35
06. Gaßner/Thannhäuser Mitsubishi Lancer 4 30
06. Kuhnert/Söbke Citroën C2R2 5 30
06. Corazza/Windisch Mitsubishi Lancer 4 30
09. Jensen/Pedersen (DK) Subaru Impreza STI 4 28
10. Grätsch/Gawlick BMW M3 2 27

 

Die Bilder der Rallye Erzgebirge...

 

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