Litermont Rallye

Heimspiel für Spitzenreiter 'Mysli'

Zum fünften der sechs Vorläufe des ADAC Rallye Masters führt die Reise ins Saarland. Für Lars Mysliwietz ist die Vorfreude besonders groß: Er ist Mitglied des veranstaltenden MSC Piesbach e.V. und kommt als Tabellenführer zu seinem Heimspiel.

<strong>VORFREUDE:</strong> Lars Mysliwietz kommt als Spitzenreiter des ADAC Rallye Masters zu seinem Heimspiel

Mit Co-Pilot Oliver Schumacher hat er im Citroën C2R2 bislang 96 Punkte eingefahren. Mit je neun Zählern Rückstand belegen Björn Satorius/Hajo Grimberg im Toyota Yaris und die beiden Sloweninnen Asja Zupanc / Blanca Kacin im Mitsubishi Lancer punktgleich den zweiten Platz. Der 21-jährige Südhesse Björn Satorius ist zudem der Leader des ADAC Rallye Junior Cup. Da nur die vier besten Resultate aus den sechs Vorläufen in das Endresultat eingehen, haben die Teams, die bislang noch keine vier Resultate verbucht haben, große Chancen aufzuschließen. So könnte die Tabelle im ADAC Rallye Masters und auch im ADAC Rallye Junior Cup nach dem Lauf im Saarland kräftig durcheinander gewirbelt werden.

 

Mysliwietz und Satorius haben bereits je vier Resultate und können ihren Zählerstand nur dann verbessern, wenn sie mit einem Top-Resultat ein bislang schlechteres Ergebnis ersetzen können. Die schnelle Slowenin Asja Zupanc führt die Liste derer an, die mindestens noch einmal voll punkten können. Auch der Däne Kim Boisen (BMW M3), Youngster Raffael Sulzinger (Ford Fiesta R2), Olaf Müller (BMW 320is) oder der vierfache Deutsche Rallye-Meister Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer R4), haben die Chance ihren Tabellenplatz deutlich zu verbessern.

 

"Es ist natürlich toll, vor heimischer Kulisee als Masters-Führender anzutreten", freut sich Lars Mysliwietz auf sein Heimspiel und verrät: "Der Shakedown am Freitagabend führt fast an meiner Haustür vorbei." Doch der Heim-Start hat auch Nachteile. "Ich bin natürlich in die Organisation mit eingebunden und habe in den vergangenen Jahren gemerkt, dass es nicht immer ganz einfach ist, am Start einer Wertungsprüfung im Kopf vom Organisations-Modus in den Wettbewerbs-Modus umzuschalten."

 

Sein härtester Konkurrent dürfte wieder der 26-jährige Bayer Raffael Sulzinger sein, mit dem er sich die bisherigen vier möglichen Divisionssiege 'brüderlich' teilt. "Die Charakteristik der Litermont-Prüfungen spricht eher für den C2 von Lars wie für unseren Fiesta. Neben dem Heimvorteil wird Lars nach den bisherigen Problemen im Citroën wohl auch wieder die volle Motorleistung zur Verfügung haben", so der Bayer. "Die Meisterschaft ist zwar noch ziemlich offen, allerdings wird es deutlich schwerer. Mittlerweile sind allein in unserer Division fünf Fahrer für Bestzeiten gut, das macht aber auch richtig Spaß!"

 

Eine der weitesten Anreisen ins Saarland haben Timo Grätsch/Alexandra Gawlick aus Handewitt bei Flensburg. Im BMW M3 belegen sie derzeit den vierten Masters-Rang und haben mit der 'LiterMonte' noch zwei Rechnungen offen. "Die beiden vergangenen Jahre kamen wir jeweils nicht ins Ziel, deshalb reisen wir hoch motiviert aus dem Norden an, um die Litermont diesmal zu bezwingen", erklärt Timo Grätsch schmunzelnd. "Da wir bereits bei allen vier Vorläufen gepunktet haben, können wir es diesmal etwas entspannter angehen. Unsere Division ist wie immer sehr stark besetzt, so dass uns keine Zeit zum Bummeln bleibt."

 

Einen zusätzlichen Anreiz gibt es für die Youngster. Gesucht werden die fünf bestplatzierten Teams des ADAC Rallye Junior Cup nach dem Lauf im Saarland. Diese Fahrer und Beifahrer erhalten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der ADAC Rallye Deutschland zu blicken. Höhepunkt wird ein Treffen mit den Top-Stars der Weltmeisterschafts-Szene sein. Insgesamt haben noch neun Teams realistische Chancen auf die begehrten Top-Fünf-Plätze.

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