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"Es wird schwer für uns..."

Matthias Kahle muss nach dem Ausfall im Saarland um seinen Titel bangen. Im Interview erklärt der Skoda-Pilot seine Taktik für die restliche Saison.

<strong>Gaststart:</strong> Matthias startet bei der Bohemia

"Wir brauchen jetzt sehr viel Glück und können praktisch aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden", kommentiert der Skoda-Pilot die aktuelle Lage. Nach seinem vorzeitigen Ausfall bei der Saarland-Rallye und dem Sieg von Hermann Gassner ist dessen Vorsprung auf mittlerweile 62 Punkte angewachsen.

 

"Natürlich sieht es jetzt schlecht aus und es wird für uns sehr schwer werden den Titel zu verteidigen, aber wir geben nicht auf", zeigte sich Matthias dennoch kämpferisch. "Wir müssen jetzt einfach jede Rallye gewinnen und auf einen Fehler von Hermann hoffen."

 

Vor dem Saisonhöhepunkt, der Rallye-Deutschland in Trier, steht für den Skoda-Piloten die Bohemia-Rallye in Tschechien auf dem Programm. Das hochkarätige Starterfeld sorgt für eine besondere Herausforderung. "Ich freue mich schon auf den Start. Es werden sehr viele WRCs fahren und starke Fahrer dabei sein. Ein Roman Kresta im Peugeot dürfte schon eine Hausnummer sein", meinte Matthias, der seine Ziele klar definiert. "Diese Veranstaltung ist für mich zwar Neuland, aber eine Platzierung unter den ersten drei sollte möglich sein."

 

Für Kahle ist die Rallye nicht nur eine gute Gelegenheit sich mit etablierten Konkurrenten zu messen, sondern auch eine Möglichkeit, um sich an sein Einsatzauto für den deutschen WM-Lauf zu gewöhnen. "Wir werden in Trier mit einem werksunterstützten Octavia WRC antreten. Um das Auto vorab kennen zu lernen, kommt mir die Bohemia sehr recht."- Für den WM-Einsatz hat der Görlitzer ein klares Ziel: "Ich will ankommen. Über eine Platzierung kann ich nicht spekulieren, dazu fehlt mir einfach der Vergleich. Es gibt einige neue Strecken und von einem Heimvorteil kann man sicherlich nicht mehr sprechen. Zumal fehlt uns die Erfahrung aus dem Vorjahr, als wir sehr früh ausgefallen sind."

 

Bei der Rallye-Deutschland wird erstmals der brandneue Skoda Fabia WRC von der Leine gelassen. Matthias Kahle der maßgeblich an der Entwicklung des neuen Autos beteiligt war ist sich sicher: "Der Fabia wird sehr schnell sein. Aber für das Team wird die Zielankunft erste Priorität haben."

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