Wikinger-Rallye 2013

"Das war der Hammer"

Diese Wikinger Rallye wird in den Geschichtsbüchern des Rallye-Sports einen besonderen Platz einnehmen. Der zweite Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft 2013 sollte wie immer eine anspruchsvolle Asphalt-Rallye im Herzen Angelns werden. Doch dann kam alles anders. Die Stimmen der Fahrer im Ziel.

<strong>ANSPRUCHSVOLL:</strong> Extreme Schneeverwehungen sorgten für viele Ausrutscher während der Wikinger-Rallye

Sandro Wallenwein: „Das war wohl die unberechenbarste Rallye, die ich bislang gefahren bin. Danke an den Veranstalter, dass wir bei den Bedingungen hier überhaupt fahren konnten. Hut ab vor dieser Leistung. Ich bin jetzt nur noch glücklich und froh, hier im Ziel zu sein. Ich fahre die DRM, weil es hier die besten Rallyes und die besten Veranstalter gibt. Das hier war etwas ganz Besonderes. Schnee-Rallyes sind grundsätzlich toll, aber ohne Spikes geht es manchmal nur noch darum, über die Runden zu kommen.“

 

Georg Berlandy: „Durch den aufgewirbelten Schnee auf WP 11 konnte man nichts mehr sehen und ich bin in eine Schneewehe geraten. Das hat uns den zweiten Platz gekostet. Auf der Prüfung bist du inmitten von zwei Meter hohen Schneewehen rechts und links wie in einem Tunnel gefahren. Bei dem starken Wind kam es zu Schneewehen, die Sicht reichte gerade mal bis zur Motorhaube. Das war großes Kino, meine ganz private Rallye Monte-Carlo.“

 

Jaakko Keskinen: „Der Zuschauerrundkurs in Süderbrarup ist klasse. Ich habe extra die weichen Reifen aufgezogen, um die Menschen zu begeistern und eine gute Show zu bieten. Ansonsten waren die beiden Ausrutscher nicht so toll, hoffentlich hat mich keiner meiner Freunde hier so langsam fahren sehen.“

 

Stehen Andersen: „Ich bin extrem langsam gefahren. Teilweise konnte ich absolut nichts sehen. Das letzte Mal als ich eine Schneerallye gefahren bin war 1993. Aber hier zweiter der Gesamtwertung zu werden und dazu noch bester Däne, das ist fantastisch. Ich liebe diese Rallye!“

 

Dirk Riebensahm: „So eine Rallye habe ich noch nie erlebt. Es kam nicht aufs schnell fahren an, sondern, dass man ins Ziel kommt. Ich hatte einige Aha-Erlebnisse und bin froh, dass wir im Ziel sind. In der Meisterschaft liegen wir jetzt vorn. Das ist zwar toll, aber die Saison ist noch lang.“

 

Felix Herbold: „Julius (Tannert) und ich hatten beide das Glück, dass wir bei dem schnellen Tempo nicht neben der Strecke standen. Julius ist sehr fokussiert und sehr stark gefahren.“

 

Julius Tannert: „Dass ich hier die Citroen Trophy erneut gewinnen konnte ist für mich ein riesen Erfolg. Das kann man gar nicht in Worte fassen. Ich musste nicht wirklich auf Felix (Herbold) achten, da er nur Gaststarter war, ich habe nur auf die Trophy-Teilnehmer geachtet. Durchkommen und keine Fehler machen, das war mein Rezept heute.“

 

Tore Larsen: „Eigentlich sind wir von Norwegen in den Süden gefahren um hier eine Asphalt-Rallye zu bestreiten. Dabei war es jetzt hier wie bei uns zuhause. Wir hatten die Hoffnung, hier in Shorts herumlaufen zu können. Aber es war dennoch eine fantastische Rallye.“

 

Carsten Mohe: „Das war meine bislang schwierigste Rallye. Der Veranstalter hat alles Menschenmögliche getan, um uns unseren Sport zu ermöglichen.“

 

Jan Becker: „Endlich mal ein Erfolg hier bei der Wikinger. Ich habe noch nie in meinem Leben etwas Vergleichbares gemacht wie diese Rallye heute. Das war der Hammer.“

 

 

Lars Mysliwietz: "Das muss man erlebt haben und ich bin stolz dabei gewesen zu sein. Kurzfristig überlegten wir nach den ersten zwei Prüfungen aufzugeben. Aber ganz schnell wurde uns klar, hier kann alles passieren und in zwanzig Jahren werden die Rallyegeschichtsbücher immer noch von der Wikinger Rallye 2013 erzählen. Da müssen wir dabei bleiben."

 

 

GALERIE: Die Bilder der Wikinger-Rallye 2013 ...

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