Carsten Mohe: Schnell und laut

Carsten Mohe und Beifahrer Alexander Hirsch haben bei der Rallye Wartburg, dem fünften Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, einmal mehr für Furore gesorgt: Mit ihrem spektakulären Renault Mégane Maxi fuhren die amtierenden 2WD-Meister im Gesamtklassement auf den vierten Rang, gewannen die Masters-Wertung und setzten auf allen 13 Prüfungen souverän die Bestzeit in ihrer Division 4.

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Carsten Mohe und Beifahrer Alexander Hirsch haben bei der Rallye Wartburg, dem fünften Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, einmal mehr für Furore gesorgt: Mit ihrem spektakulären Renault Mégane Maxi fuhren die amtierenden 2WD-Meister im Gesamtklassement auf den vierten Rang, gewannen die Masters-Wertung und setzten auf allen 13 Prüfungen souverän die Bestzeit in ihrer Division 4.

„Wir sind mit diesem Ergebnis wirklich zufrieden“, bestätigt Mohe. „Nachdem wir beim Shakedown – der offiziellen Testgelegenheit – noch einmal das Fahrwerks-Setup optimiert hatten, konnten wir von Beginn an angreifen. Die schnellen und selektiven Strecken rund um Eisenach kommen unserem Maxi Mégane sehr entgegen, zumal sie auch nicht ganz so wellig sind wie zum Beispiel die Prüfungen bei der Rallye Zwickau.“ 

Wie konkurrenzfähig der Crottendorfer mit seinem rund 20 Jahre alten, mit 285 PS aber durchaus leistungsstarken Renault ist, zeigt ein Blick in die Zeitenlisten: Nur einmal musste er einem Teilnehmer mit einem zweiradgetriebenen Fahrzeug den Vortritt lassen. „Das war gleich in der ersten Wertungsprüfung am Freitag, da haben wir uns in einer Spitzkehre gedreht“, lacht der schnelle Sachse, der zahlreichen deutlich kraftvolleren Turbo-Allradlern auch dann den Schneid abkaufen konnte, als die ansonsten hochsommerlichen Verhältnisse ausgerechnet auf der Prüfung „Hohe Sonne“ eine kurze Pause einlegten: „Auf der WP 10 zog plötzlich ein so extremer Wolkenbruch über uns her, dass es die Scheibenwischer kaum noch geschafft haben – das war speziell für die ersten Autos auf der Strecke schwierig. Wie bei allen anderen auch, stand unser Mégane natürlich auf profillosen Slicks.“

Trotzdem ging Mohe auch aus dieser Prüfung als Viertschnellster hervor: „Ich denke, wir haben das ganz gut gemeistert“, kommentiert der Routinier. „Mir liegen rutschige Bedingungen. Am wichtigsten war es, fehlerfrei durchzukommen, das ist auch eine Erfahrungssache. Da hilft es, den Kopf einzuschalten.“

Dass der furios brüllende Fronttriebler in den Augen – und Ohren – der Fans längst zu den Favoriten zählt, macht auch Mohe Spaß. „Die Reaktionen der Zuschauer auf den Mégane Maxi sind gigantisch, das freut und bestärkt uns natürlich“, lacht der Geschäftsführer eines Renault Autohauses: „Endlich wieder ein Rallye-Bolide, den die Menschen am Streckenrand eher hören können als sehen.“

Der nächste Einsatz führt das Team Mohe Rallyesport in den Harz: Am 7. und 8. September findet rund um Osterode die Rallye Niedersachsen statt – bevor am letzten September-Wochenende mit der Rallye Erzgebirge das Heimspiel für den Crottendorfer auf dem Programm steht.