Carsten Mohe: Sulingen im R5 - Sachsen im KitCar

Die R5-Fraktion erhält bei der Rallye Sulingen unerwarteten Zuwachs: Da die heiß ersehnte Premiere des Renault Mégane Maxi wegen Lieferproblemen auf die Sachsen-Rallye verschoben werden muss, disponiert Carsten Mohe kurzfristig um und mietet sich bei Wevers Sport einen Skoda Fabia R5. Es ist Mohes erste Asphalt-Rallye auf einem R5-Modell.

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Die R5-Fraktion erhält bei der Rallye Sulingen unerwarteten Zuwachs: Da die heiß ersehnte Premiere des Renault Mégane Maxi wegen Lieferproblemen auf die Sachsen-Rallye verschoben werden muss, disponiert Carsten Mohe kurzfristig um und mietet sich bei Wevers Sport einen Skoda Fabia R5. Es ist Mohes erste Asphalt-Rallye auf einem R5-Modell.

„Wir wussten, dass die Saison mit dem Mégane Maxi ein Abenteuer wird und wir einige Rückschläge hinnehmen werden, und genau das trifft jetzt ein“, sagt Carsten Mohe leicht zerknirscht. Gestern Nachmittag musste der Sachse den Entschluss fassen, das Comeback des spektakulären Zweiliter-Kit-Cars von der Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue (4.-5. Mai) auf die Sachsen-Rallye (25.-26. Mai) zu verschieben. „Aus Vernunftsgründen blieb uns keine andere Wahl.“

Doch der Erzgebirgler hat für adäquaten Ersatz gesorgt und sich noch am selben Abend einen Skoda Fabia R5 gemietet. „Wir hätten natürlich auch unseren Renault Clio R3T nehmen können, aber das hätte nicht zu unserem sportlichen Ziel gepasst“, erklärt Carsten Mohe. „Der Start im R5 ist zwar eine finanzielle Belastung, aber das sind wir unseren Fans schuldig. Es ist großartig, dass unsere Partner, allen voran die Starkenberger Gruppe, das möglich gemacht haben.“

Bei seinen Zielen für die Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue stapelt der 2WD-Champion jedoch tief. „Ich denke nicht, dass sich die etablierten R5-Fahrer durch mich beeindrucken lassen“, erklärt der Sachse. „Ich muss mich erstmal in dem Auto heimisch fühlen und kann sicher noch nicht 99 oder 100 Prozent abrufen.“

Für Mohe ist die R5-Teilnahme jedoch eine einmalige Sache. Zur Sachsen-Rallye will er den Zweiliter-Saugmotor des Renault Mégane Maxi endlich zünden. Während der Start bei der Saarland-Pfalz Rallye noch durch ein Problem am scheinbar revidierten 7-Gang-Getriebe verhindert wurde, ist diesmal das Vierzylinder-Triebwerk für die Absage verantwortlich: Die speziell für ihn neu produzierten Pleuellagerschalen werden nicht rechtzeitig fertig.

„Das ist die große Herausforderung bei einem alten Auto. Man kann nicht einfach auf bestehende Teile zurückgreifen und es gibt meines Wissens nur zwei Hersteller, die solche Lagerschalen produzieren können.“, erklärt Mohe, der den Mégane Ende Januar gekauft hat und seitdem fieberhaft am Comeback arbeitet. „Wir hätten auf gebrauchte Teile zurückgreifen können, aber das wäre zu riskant gewesen. Unsere Philosophie ist immer: Wenn man etwas macht, muss man es auch richtig machen.“

Das wird sicherlich auch für den Start im Skoda Fabia R5 gelten, den Mohe in Sulingen bewegt. Bei seinem allerersten Einsatz im R5 bei der Lausitz-Rallye ließ der Autohaus-Besitzer aus Annaberg-Buchholz mit schnellen Zeiten aufhorchen. Vielleicht kann er die Konkurrenz ja auch auf Asphalt ärgern.