Dominik Dinkel gewinnt die Rallye Niedersachsen

Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Kohl feiern bei der Rallye Niedersachsen ihren ersten Sieg in der Deutschen Rallye Meisterschaft. René Mandel und Fabian Kreim folgen auf den weiteren Plätzen.

  • Dominik Dinkel gewinnt die Rallye Niedersachsen

Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Kohl feiern bei der Rallye Niedersachsen ihren ersten Sieg in der Deutschen Rallye Meisterschaft. René Mandel und Fabian Kreim folgen auf den weiteren Plätzen.

Wechselnde Witterungsbedingungen mit teils heftigen Regenschauern machten die Rallye Niedersachsen extrem spannend. Den siebten von acht gemeinsamen Saisonläufen der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) gewannen Dominik Dinkel / Christina Kohl im Brose-Skoda Fabia R5.

"Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren, dass es jetzt doch mit dem ersten DRM-Gesamtsieg geklappt hat. Wir sind in der Saison schon mehrmals daran vorbeigeschrammt, aber hier hat es endlich funktioniert", strahlte Dinkel im Ziel. "Ich kann allen die mich unterstützen nur riesig danken - jetzt freuen wir uns auf das große Finale bei der 3-Städte-Rallye."

Mit Rang zwei feierten René Mandel / Dennis Zenz eine gelungene Premiere im Hyundai i20 R5. Die amtierenden Meister Fabian Kreim / Frank Christian verloren nach einem Ausrutscher die Führung und fuhren im Skoda Fabia R5 auf Rang drei. Durch den Sieg schob sich Dinkel mit nun 117 Punkten auf Rang zwei der DRM-Wertung, einen Zähler vor Mandel (116). Kreim bleibt mit 138 Punkten an der Spitze, beim Finale bei der 3-Städte-Rallye Ende Oktober haben alle drei noch Chancen auf den Titel. 

Vom Start weg ging Kreim an die Spitze, allerdings immer in Schlagdistanz gefolgt von Dinkel und Mandel. Die Bestzeitenwertung zeigt je fünf schnellste Zeiten für Kreim und Mandel, Sieger Dinkel lag viermal an der Spitze des Feldes. Wechselnde Straßenverhältnisse durch Regenschauer, falsche Griffe in die Reifenkiste und individuelle Fehler sorgten im gesamten Feld für Verschiebungen. 

"Die ganze Rallye war sehr spannend, vor allem zwischen uns drei an der Spitze ging es richtig zur Sache, jeder wollte gewinnen. Das war bis zum Schluss richtig knapp", sagte Dinkel im Ziel. Mit etwas Abstand war auch Mandel mit seiner Premiere im Hyundai i20 R5 zufrieden. "Das Auto ist der Wahnsinn. Es fährt sich einfach Klasse und es macht richtig viel Laune. Ich habe ein paar Fahrfehler im Laufe der Rallye gemacht, das hat unter dem Strich viel Zeit gekostet und ist ärgerlich. Wir haben alles gegeben, heute lag es einfach an mir."

Patzer von Kreim

Kreim verlor den Sieg und die Chance auf die vorzeitige Verteidigung des Meistertitels durch einen Ausrutscher in der neunten Prüfung. "Vielen Dank an alle Fans und Zuschauer die uns an der Stelle geholfen haben aus dem Graben zu kommen, ohne die wären wir nicht auf Platz drei ins Ziel gekommen. Dennoch haben wir wichtige Punkte für den dritten Rang mitgenommen und die Meisterschaftsentscheidung wird jetzt auf die 3-Städte-Rallye vertagt."

Den schwedischen Gaststarter Emil Bergkvist und seinen norwegischen Co Ola Floene warf ein Ausritt unmittelbar nach dem Ziel der ersten Freitags-WP schon aussichtslos zurück. Im Peugeot 208 T16 R5 vom Team Peugeot Deutschland Romo gingen sie auf der Samstagsetappe wieder an den Start, hatten aber keinerlei Chance mehr, in den Kampf um die Podestplätze mitzumischen. Einen starken Eindruck hinterließen Ruben und Petra Zeltner bei der DRM-Premiere mit ihrem neuen Porsche 996 GT3. Das schnellste Ehepaar Deutschland erreichte den vierten Platz und konnte sich noch vor Peter Corazza / Jörn Limbach (Mitsubishi Lancer Evo) platzieren. "Das Auto wollte an diesem Wochenende nicht so ganz wie wir. Die straffe Asphaltabstimmung für dieses Jahr konnten wir kurzfristig nicht an die Gegebenheiten hier anpassen", erklärte Corazza.

2WD-Wertung erneut an Mohe 

In der 2WD-Wertung ging erneut kein Weg an Carsten Mohe (Renault Clio R3T) vorbei, "es war ein hartes Stück Arbeit, aber letztlich lief alles nach Plan." Zufrieden war auch Sebastian von Gartzen im Citroen DS3 R3T mit Rang zwei, "dafür, dass wir erstmals mit dem Auto im Regen unterwegs waren, ist das ein tolles Resultat." Um seinen dritten 2WD-Platz musste Konstantin Keil noch zittern, "einerseits ist es toll, Carsten (Mohe) eine Bestzeit abzuluchsen, ab der Hälfte der Rallye hatten wir jedoch ein Problem mit der Kupplung. Am Start jeder WP hat uns das viel Zeit gekostet, aber wir konnten den dritten Platz ins Ziel retten."

Ergebnis Rallye Niedersachsen 2017

1.Dinkel / KohlŠkoda Fabia R51:06:52.7
2.Mandel / ZenzHyundai i20 R5+0:19.6
3.Kreim / ChristianŠkoda Fabia R5+2:35.1
4.Zeltner / ZeltnerPorsche 996 GT3+4:12.3
5.Corazza / LimbachMitsubishi Lancer Evo IX+4:26.5
6.Mohe / HirschRenault Clio RS R3T+4:58.5
7.von Gartzen / LothCitroën DS3 R3T Max+5:32.5
8.Bieg / MochMitsubishi Lancer Evo IX+6:00.7
9.Gromöller / BredenförderOpel Ascona 400+6:18.6
10.Keil / FritzensmeierCitroën DS3 R3T Max+7:42.3

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DRM-Stand: 1. Fabian Kreim 138; 2. Dominik Dinkel 117; 3. René Mandel 116; 4. Sandro Wallenwein 61; 5. Chris Brugger 61; 6. Carsten Mohe 52; 7. Sebastian von Gartzen 25; 8. Philipp Knof 22; 9. Hermen Kobus 22; 10. Christian Riedemann 21