Riedemann und Wenzel auf dem Weg der Besserung

Gute Nachrichten von Christian Riedemann und Michael Wenzel. Nach ihrem schweren Unfall während der Rallye Vogelsberg befinden sich beide auf dem Weg der Besserung. Allerdings ist die Saison vorbei und es gibt weitere Fragen.

Autor: 
  • Christian Riedemann und Michael Wenzel im Peugeot 208 T16

Gute Nachrichten von Christian Riedemann und Michael Wenzel. Nach ihrem schweren Unfall während der Rallye Vogelsberg befinden sich beide auf dem Weg der Besserung. Allerdings ist die Saison vorbei und es gibt weitere Fragen.

Die gute Nachricht zuerst: Christian Riedemann und Beifahrer Michael Wenzel haben ihre Operationen an der Wirbelsäule gut überstanden und werden keine bleibenden Schäden davontragen. „Wir können wahrscheinlich am Wochenende das Krankenhaus verlassen“, erklärte Riedemann. Jetzt die schlechte Nachricht: Mindestens ein halbes Jahr wird die Genesungsphase dauern, damit ist die Saison für Riedemann und Wenzel vorzeitig zu Ende. Ob und wann beide überhaupt wieder in ein Rallyeauto steigen können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

Riedemann zeigt sich drei Tage nach dem schweren Unfall auf der siebten Prüfung der Rallye Vogelsberg gefasst. Bei hoher Geschwindigkeit war sein Peugeot in einen Graben gerutscht, hatte sich aufgestellt und war mit dem Heck stumpf eingeschlagen. Im Gegensatz zur offiziellen Darstellung konnte Riedemann nicht aus eigener Kraft aus dem Wrack klettern, sondern musste von den Rettungskräften geborgen werden. Anschließend wurde er über mehrere Stationen und Stunden in ein Krankenhaus in Frankfurt gebracht. „Das hat alles ziemlich lange gedauert. Darüber muss gesprochen werden“, kritisierte Riedemann.


Kritik gab es bereits während der Rallye am Verhalten von Fabian Kreim und Co Frank Christian. Das Skoda-Duo passierte eine Minute später die Unfallstelle und hielt nicht wie im Reglement vorgeschrieben an. In so einem Fall legt das Regelwerk genau fest, wie man sich verhalten muss. Wenn sich Fahrer und Beifahrer noch im Unfallauto befinden, muss der nachfolgende Teilnehmer stoppen. Kreim verlangsamte zwar seine Fahrt, setzte diese aber fort. „Ich hätte angehalten“, sagte Riedemann knapp, ohne seinem DRM-Konkurrenten einen direkten Vorwurf zu machen. Die Offiziellen sahen vor Ort kein Fehlverhalten von Kreim und sahen von einer Bestrafung ab.

Für das Peugeot-Team stellt sich nun die Frage nach einem Ersatzfahrer. Schon in drei Wochen steht der nächste DRM-Lauf in Sulingen auf dem Programm. Es ist ausgerechnet das Heimspiel von Riedemann, bei dem er nur Zuschauer sein kann.