Fabian Kreim gewinnt Saarland-Pfalz-Rallye

Perfekter Einstand in das Projekt ‚Titelverteidigung’. Fabian Kreim und Beifahrer Frank Christian haben die Saarland-Pfalz-Rallye gewonnen. Verlierer des verregneten Finales war Dominik Dinkel.

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Perfekter Einstand in das Projekt ‚Titelverteidigung’. Fabian Kreim und Beifahrer Frank Christian haben die Saarland-Pfalz-Rallye gewonnen. Verlierer des verregneten Finales war Dominik Dinkel.

Fabian Kreim bewies im Finale der Saarland-Pfalz-Rallye große Nervenstärke. Einsetzender Regen verschärfte die Bedingungen auf den letzten zwei Prüfungen, prompt verlor der Skoda-Pilot auf WP11 über 20 Sekunden. Doch auf der abschließenden Power-Stage leistete sich Kreim keinen Schnitzer und setzte nicht nur die Bestzeit, sondern fuhr auch den ersten Saisonsieg souverän nach Hause. 

„Das Finale war durch den Regen natürlich nicht ohne. Wir waren im Gegensatz zur Konkurrenz nicht optimal bereift und das wir trotzdem noch die Power-Stage gewinnen konnte, macht mich überglücklich“, strahlte Kreim.

Großer Verlierer der Schlussrunde war Dominik Dinkel. Lange Zeit konnte sich der Skoda-Pilot auf dem zweiten Platz behaupten, doch als es auf den Strecken rutschig wurde, begann die Talfahrt, die ihn auf den fünften Rang zurückwarf. „Wir haben Slicks aufgezogen und lagen damit komplett daneben“, ärgerte sich Dinkel, der trotzdem ein positives Fazit zog. „Unser Tempo hat gepasst, abgesehen vom Finale. Wir werden in Hessen wieder voll angreifen.“

Nutznießer der Dinkel-Schwäche war Christian Riedemann (Peugeot), der wieder auf den zweiten Platz nach vorne kam. René Mandel sicherte sich mit Rang drei erneut ein starkes Ergebnis und Sandro Wallenwein bewies als Vierter, dass er trotz einer langen Wettkampfpause nichts von seiner alten Klasse verloren hat. „Wir sind zufrieden, aber mit 1,1 Sekunden das Podium zu verpassen wurmt mich dann doch. Es gab viele Kleinigkeiten, durch die ich diese Zeit verloren habe. Der der dritte Platz war für uns zum Greifen nah“, meinte der Stuttgarter.

Fürstlich besetzt war Rang sechs mit Albert von Thurn und Taxis im Skoda Fabia R5. Der Sieger des ADAC GT Masters von 2010 nutzte den Einsatz, um sich auf seine Starts in der Rallye-Europameisterschaft vorzubereiten. „Es ist für mich als Rundstrecken-Pilot sehr schwierig sich an solch schwierige Bedingungen zu gewöhnen, aber es wird immer besser und ich verstehe das Auto so langsam“, erklärte er.

Huttunen geigt im R2 auf

Schnellster 2WD-Pilot war Jari Huttunen im Opel Adam R2, der als Gesamtzehnter sogar Mitsubishi-Pilot Hermann Gaßner hinter sich lassen konnte. Nicht weniger spektakulär war der Auftritt von Jacob Madsen in einem weiteren Opel Adam R2, der auf den 11. Platz stürmen konnte, allerdings durch 30 Strafsekunden vor der letzten Prüfung zurückgeworden wurde. Carsten Mohe (Renault) bekam den Dänen auf der Strecke zwar nicht zu fassen, wurde aber als Zweiter der 2WD-Wertung gewertet. „Es geht mit Sicherheit noch ein bisschen schneller", sagte Mohe, "aber ich muss auf die Meisterschaft schauen und lass ich mich zu nichts verleiten. Manchmal muss man das eigene Ego zurückschrauben und clever fahren“, meinte Mohe.

Ergebnis Saarland-Pfalz-Rallye

1.Kreim / ChristianSkoda Fabia R501:17:35.9
2.Riedemann / WenzelPeugeot 208 T16 R5+0:15.7
3.Mandel / ZenzFord Fiesta R5+0:44.2
4.Wallenwein / PoschnerSkoda Fabia R5+0:45.3
5.Dinkel / KohlSkoda Fabia R5+0:46.9
6.Von Thurn und Taxis / DegandtSkoda Fabia R5+2:49.0
7.Brugger / WichaFord Fiesta R5+2:49.5
8.Lim / WydaegheHyundai i20 R5+4:50.8
9.Knof / RathPeugeot 207 S2000+4:51.3
10.Huttunen / LinnaketoOpel Adam R2+5:16.6

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DRM-Stand: 1. Kreim 30; 2. Riedemann 21; 3. Mandel 19; 4. Wallenwein 14; 5. Dinkel 10; 6. Von Thurn und Taxis 9; 7. Brugger 6; 8. Lim 4; 9. Knof 2; 10. Huttunen 1