RALLYE ERZGEBIRGE

Corazza: Weniger Gewicht = Weniger Tanken

Für die neue Saison gönnte Peter Corazza seinem Mitsubishi Lancer den R4-Leichtbaukit und weil der Sachse nie um einen flotten Spruch verlegen ist, hat die Begründung für diese Maßnahme nicht nur mit einer Leistungssteigerung zu tun.

Den Saisonauftakt im Saarland musste er noch auslassen, doch am kommenden Wochenende steigt Peter Corazza auch in die Deutsche Rallye Meisterschaft ein. Bei ‚seiner‘ Rallye Erzgebirge wurde er im vergangenen Jahr Zweiter, ein Ergebnis, das sich aus Sicht des Mitsubishi-Piloten gerne wiederholen dürfte. In der Winterpause wurde der Evo9 zur R4-Version hochgerüstet, „wir haben aber nur das Leichtbaukit mit leichteren Seitenscheiben und anderen Domlagern verbaut“, wie Corazza erklärt, der nicht nur auf schnellere Zeiten hofft, sondern - mit einem Augenzwinkern - auch auf weniger Tankstress. „Durch das geringere Gewicht verbraucht unser Auto auch weniger. Das heißt, ich muss weniger Tankstellen anfahren. Das ist ja mittlerweile nicht ganz unwichtig geworden“, lacht der Fahrinstruktor mit Anspielung auf Szenen während der Saarland-Pfalz-Rallye als Teilnehmer am Ende der ersten Etappe vor verschlossenen Zapfsäulen standen.  

Direkter R4-Konkurrent von Corazza ist Sandro Wallenwein, der im Erzgebirge sogar die Meisterschaftsführung übernehmen könnte. Beim Auftaktlauf wurde er noch durch technische Probleme am Subaru Impreza eingebremst. „Wir haben das elektronische Gaspedal getauscht, jetzt sollte es funktionieren", berichtet der Stuttgarter Spediteur und ergänzt: „Realistisch gesehen haben wir mit unserem R4-Auto gegen die S2000 und die Porsche keine Chance. Wir waren aber mit den Zeiten im Saarland zufrieden, das lag aber auch an den rutschigen Streckenbedingungen. Die werden diesmal ausschlaggebend sein, von mir aus kann es im Erzgebirge regnen oder schneien.“

Hohe Ambitionen hat auch sein jüngerer Bruder Mark, der seinen Ausfall beim Saisonauftakt ausbügeln muss. „Mit der Erze habe ich zudem noch eine Rechnung offen“ erklärt der DRM-Champion von 2012. „Leider streikte im vergangenen Jahr unmittelbar vor dem Start der Motor unseres Fabias. Diesmal peilen wir eine Top-Platzierung an. Wir freuen uns über die starke Konkurrenz, vor allem mit Ruben Zeltner und Roman Odlozilik.“

Da nur vier der jeweils sechs Läufe jeder Saisonhälfte für die Endwertung herangezogen werden, verzichtet Auftaktsieger Fabian Kreim auf den Start im Erzgebirge. So hat der im Saarland Zweitplatzierte Frank Färber berechtigte Hoffnung, im Erzgebirge die DRM-Führung zu übernehmen. „Das Ergebnis hat uns nach der kurzen Vorbereitung im neuen Auto sehr positiv überrascht. Jetzt hoffen wir auf ein Ergebnis unter den ersten vier, dann würden wir als Tabellenführer das Erzgebirge verlassen“, rechnet Färber. „Aber egal wie, wir wollen ein ernsthaftes Wörtchen bei der Punktevergabe mitreden.“

Mohe will Masters-Führung

In der Wertung zum ADAC Rallye Masters hat vor allem Lokalmatador Carsten Mohe berechtigte Chancen, mit einem Top-Resultat in seiner Wertungsdivision die Tabellenführung zu übernehmen. Viele Masters-Teams wie Olaf Müller (BMW M3) seine Markenkollegen Timo Grätsch und Johnny Pedersen oder Raphael Ramonat (Mitsubishi Lancer) steigen erst im Erzgebirge in die Saison ein. Andere wie die Youngster Dominik Dinkel (Opel Adam R2) oder Stefan Petto (Mitsubishi Lancer) hoffen nach den Nullrunden im Saarland auf die ersten Saisonpunkte. 

LINK:Zeitplan und Nennliste Rallye Erzgebirge 2015 ...

« zurück