DRM 2016

3-Städte-Rallye: Löst Kreim Zeltner ab?

Ruben Zeltner, amtierende deutscher Rallye-Meister wird seinen Titel am Wochenende abgeben müssen. Top-Favorit auf die Nachfolge ist Fabian Kreim. Der muss sich beim Saisonfinale zwischen zwei Dingen entscheiden.

Fabian Kreim Matthias Kahle und Ruben Zeltner
Meistertreffen? Fabian Kreim will die Nachfolge von Matthias Kahle und Ruben Zeltner antreten

Nach fünf Saisonsiegen führt Fabian Kreim die Deutsche Rallye Meisterschaft klar an. Ein sechster Platz beim Finale würde genügen, um zum ersten Mal den Titel zu holen. Da stellt sich die Frage: Siegen oder Punkte sammeln? „Genau das Zwischending! Natürlich wollen wir uns nicht unter Wert verkaufen aber ebenso kein unnötiges Risiko eingehen“, sagte Kreim.

Einzig Peugeot-Pilot Christian Riedemann kann ihm die Meisterschaft noch streitig machen. „Aber dazu müsste Fabian ausfallen und wir gewinnen", erklärt der Sulinger. Der zweifache Saisonsieger reist gestärkt durch den Gesamtsieg bei der Rallye Luxemburg ins ostbayerische Bäderdreieck und verspricht: „Wir werden eine große Show bieten und um den Sieg kämpfen. Egal wie, auch der Vize-Titel wäre ein toller Erfolg für unser Premierenjahr im 208 R5.“

Starke Konkurrenz

Die beiden Spitzenreiter haben beim Kampf um die Podestplätze starke Konkurrenz. Sieben R5-Boliden, drei S2000 und ein R4-Renner stehen an der Spitze des Rekordfeldes von 130 Teams. Erster Verfolger ist der Meisterschaftsdritte Dominik Dinkel, der erstmals in der R5-Version des Fabia antritt. „Erfahrung sammeln, aber auch zeigen, dass wir das Zeug haben vorne mitzufahren“, verspricht der schnelle Youngster. Hermann Gaßner feiert die Deutschland-Premiere des Hyundai i20 R5. „Die Umstellung vom Serienfahrzeug zum reinrassigen Rallye-Boliden wird sicherlich sehr groß. Es wäre vermessen zu glauben, dass wir auf Anhieb mit den Jungen mithalten können“, so der Routinier. Spannend wird auch die Premiere von Raphael Sulzinger im Ford Fiesta R5: „Ich bin glücklich, dass wir dieses Projekt verwirklichen konnten, vielleicht gelingt es uns ja, hiermit Unterstützer für 2017 zu finden.“ 

Youngster Maximilian Koch, der im Skoda Fabia S2000 im vergangenen Jahr schnell unterwegs war oder Routinier Peter Corazza im Mitsubishi Lancer R4 sind nur die Spitze der weiteren Verfolger. Hinzu kommen die Porsche-Piloten Ruben Zeltner und Rainer Noller, die nicht nur auf den schnellen Asphaltabschnitten ganz vorne sein wollen.

2WD: Knof oder Gaßner junior? 

In der Wertung für die schnellsten Zweiradler in der DRM-Spitze hat Philipp Knof im Citroën DS3 R3T die bessere Ausgangslage. Mit zuletzt drei Siegen in Folge schob er sich vorbei an Hermann Gaßner junior (Toyota GT86 R3) an die Spitze. „Als Führender zum Finale fahren fühlt sich natürlich gut an. Aber ich darf auch nicht lockerlassen, denn die Verfolger kratzen an meinen Rücklichtern und warten nur auf einen Fehler“, so Knof. 

Der Startschuss zur 3-Städte-Rallye im Bäderdreieck Ostbayerns fällt am Freitag um 15.50 Uhr im Servicepark in Karpfham. Zwei Wertungsprüfungen, die je zwei Mal gefahren werden, stehen auf dem Programm. Das Besondere der Freitagsetappe ist, dass sie in umgekehrter Startnummernreihenfolge läuft. Sieben weitere WP werden am Samstag absolviert, darunter Klassiker wie St. Salvator und das Zuschauer-Highlight in der Fellner-Arena. Ab 16.29 Uhr werden auf der Zielrampe im Haslinger Hof in Kirchham die Meister geehrt. Die anschließende Siegerehrung im 'Haslinger' hat einen geradezu legendären Ruf. 

LINK:Zeitplan und Starterliste ...

« zurück