Hayden Paddon: Zwei Ansagen an Sebastien Ogier

Auf Hayden Paddon sollte Sebastien Ogier ein Auge haben. Nicht nur wenn es darum geht, sich auch in der Öffentlichkeit klar zu positionieren, sondern weil der Hyundai-Pilot spätestens ab Portugal um Gesamtsiege fahren will.

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  • Hayden Paddon vertritt eine klare Meinung und will Sebastien Ogier besiegen

    Hayden Paddon vertritt eine klare Meinung und will Sebastien Ogier besiegen

Auf Hayden Paddon sollte Sebastien Ogier ein Auge haben. Nicht nur wenn es darum geht, sich auch in der Öffentlichkeit klar zu positionieren, sondern weil der Hyundai-Pilot spätestens ab Portugal um Gesamtsiege fahren will.

Ein wenig Spannung sollte offenbar sein. Als Hayden Paddon kurz vor dem Ziel der Rallye Schweden einen Holzpfahl nach eigener Aussage „nicht nur berührte, sondern niedermachte“, stockte Hyundai-Teamchef Michel Nandan der Atem. Der sicher geglaubte zweite Platz des Neuseeländers schien plötzlich in Gefahr, weil der Kühler leckgeschlagen war. Doch auch diese Situation meisterte Paddon problemlos und brachte sein Auto sicher in den Service zurück und Nandan klopfte ihm mit den Worten „den Kühler stelle ich Dir aber in Rechnung“ zufrieden auf die Schultern. 

„Das Endergebnis ist besser als ich erwartet habe“, freute sich der ‚Kiwi’ im Gespräch mit Motorsport aktuell über den zweiten Platz. Paddon übte jedoch auch Selbstkritik: „Mit meiner Leistung bin ich nicht ganz zufrieden. Mein Setup hat nicht gepasst, ich bremste oft zu früh und so weiter. Man muss schon sehen, dass ich von der Startposition profitierte. Aber ich bin immer besser reingekommen.“

"Rallye ist mehr als Vollgas"

Auch die Diskussionen vor der Rallye über die Befahrbarkeit der Strecken brachten Paddon nicht aus der Ruhe. Selbst als er Weltmeister Sebastien Ogier nicht Folge leisten wollte, als dieser einen Boykott der ersten Prüfung anzettelte.

„Ich fand die Bedingungen hier, oder im Vorjahr in Australien nicht zu schlecht, um zu fahren. Für mich gehören Regen, Staub, Dunkelheit, Nebel, oder Eisplatten zum Rallyesport dazu. Das erzeugt die Spannung und das Adrenalin. Ich finde man muss Tempo und Risiko den Gegebenheiten anpassen und kann nicht immer voll am Limit fahren. Vielleicht hat sich diesbezüglich die Mentalität bei einigen WM-Piloten verändert? Es geht scheinbar nur noch um Vollgas“, so Paddon.

Dennoch gefällt Paddon der Vorschlag von Ogier-Beifahrer, den Fahrern künftig mehr Gehör zu verschaffen. „Wir WM-Piloten sollten eine Art Fahrervertretung haben und mitreden können. Dann sprechen wir mit einer Stimme. Aber im Vorfeld einer Rallye und nicht zehn Minuten vor dem Start. Darauf kann niemand mehr reagieren. Das gehört sich nicht und verärgert Leute. Ich bin für klare Standpunkte und nicht für Erpressung“, meinte Paddon.

"Ogier ist nicht unschlagbar"

Diese Meinung dürfte Ogier nicht unbedingt passen. Überhaupt werden die beiden künftig noch öfters miteinander zu tun haben, wenn es nach Paddon geht. Dann aber hauptsächlich in der sportlichen Auseinandersetzung. „Ich habe während des Wochenendes einiges Selbstvertrauen getankt und freue mich auf die kommenden Schotterrallyes, besonders auf die schnellen Läufe in Europa. Spätestens dann will ich um Siege kämpfen, denn ich bin mir sicher: Sebastien Ogier ist nicht unschlagbar!“

VIDEO: Rallye Schweden Maximum Attack


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