Fahrer fordern mehr Mitspracherecht

Die abschließende Pressekonferenz der Rallye Schweden nutzte Beifahrer-Weltmeister Julien Ingrassia, um künftig mehr Mitspracherecht für die Fahrer zu fordern.

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Die abschließende Pressekonferenz der Rallye Schweden nutzte Beifahrer-Weltmeister Julien Ingrassia, um künftig mehr Mitspracherecht für die Fahrer zu fordern.

Die letzten Tage hatten bei Julien Ingrassia Spuren hinterlassen. Nicht nur weil sein Fahrer Sebastien Ogier eine besonders aggressive Gangart wählte („Es hat sich manchmal angefühlt, als würde ich neben Jari-Matti Latvala sitzen.“), sondern vor allem wegen der vielen Diskussionen über die Befahrbarkeit der schwedischen Prüfungen. Die Chance seine Meinung vor der versammelten Presse kundzutun, kam Ingrassia wie gelegen. 

„Wir machen uns immer wieder Gedanken darüber, wie man unseren Sport verbessern und voranbringen kann. Wir senden Tausende von E-Mails an die FIA, den WM-Promoter und die Veranstalter. In der Weltmeisterschaft wird auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet und um so erstaunlicher ist es, wenn manche Entscheidungen nicht auf diesem Niveau gefällt werden“, so Ingrassia, der sich darüber ärgerte, dass den Fahrern bei der Entscheidung über die Durchführung der Rallye Schweden wenig Gehör verschafft wurde. „Wir müssen das definitiv ändern. Es würde dem Sport helfen und die Fahrer würden sich mehr respektiert fühlen.“

Wäre es nach der Mehrzahl der Spitzenfahrer gegangen, wäre die komplett auf Schotter zu fahrende Auftaktprüfung abgesagt worden. Bei einem Treffen am frühen Freitagmorgen sollte ein gemeinsamer Entschluss gefasst werden. Hyundai-Werksfahrer Hyaden Paddon wollte sich jedoch in der Kürze der Zeit dem Boykott nicht anschließen und so wurde „Thorsby“ gefahren. WM-Managerin Michele Mouton zeigte Verständnis für die Sorgen der Fahrer, machte aber klar: „Es kann nicht sein, dass die Aktiven die Regeln machen.“

Die Regeln ändern will Ingrassia nicht. Aber dennoch wünscht er sich mehr Beachtung für die Fahrer: „Wir werden Gespräche mit den beteiligten Leuten führen und alles Notwendige unternehmen. Es ist etwas, was mich echt sauer macht.“

VIDEO: Rallye Schweden Flatout


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