Ogier trotzdem in Führung

Ein Fahrer nach dem anderen fällt zurück oder ganz aus. Und trotz eines Abflugs liegt nach der ersten Schweden-Etappe einmal mehr Sébastien Ogier an der Spitze. Dahinter ist alles offen.

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Ein Fahrer nach dem anderen fällt zurück oder ganz aus. Und trotz eines Abflugs liegt nach der ersten Schweden-Etappe einmal mehr Sébastien Ogier an der Spitze. Dahinter ist alles offen.

Was für ein Tag! Schweden wird doch noch zur Winterrallye. Denn nachdem der Schnee die ganze Woche auf sich warten ließ, gab es nun endlich die volle Ladung. Aber das waren nicht die größten Neuigkeiten der ersten Etappe, sondern das Pech von Kris Meeke, der wie schon in Monte-Carlo von einem Stein mitten auf der Ideallinie gestoppt wurde.

Meeke ist in bester Gesellschaft. Jari-Matti Latvala war fast den ganzen Tag mit gebrochener Antriebswelle im Zwei-Rad-Modus unterwegs, verlor massig Zeit und blieb ein paar Kilometer vor Schluss ganz stehen. Thierry Neuville fiel durch ein defektes Differential ans Ende des WM-Feldes. Andreas Mikkelsen kam mit einem Dreher davon und liegt zumindest noch mitten im Kampf um den Platz hinter Sébastien Ogier.

Denn an der Spitze gibt es das altbekannte Bild. Obschon er anders als erwartet doch noch den Schneepflug spielen musste, liegt Ogier mit 26,9 Sekunden vorne. „So viel Schnee war es nicht, allerdings macht das die Sache für mich doch ziemlich schwierig. Aber mit dem Tag kann ich nur zufrieden sein“, meinte Ogier. Einen Abflug am Morgen überstand Ogier mit nur einem winzigen Schaden, den er selbst beheben konnte. Da es keinen Mittags-Service gab, hätte er jedes größere Problem teuer bezahlt.

Nur 15 Sekunden zwischen P2 und P6

Durch die ganzen Schwierigkeiten gibt es hinter Ogier ein ungewöhnliches Bild. Nicht weniger als fünf Fahrer kämpfen um den zweiten Platz. Mit zwei Bestzeiten hat sich vorerst Hayden Paddon durchgesetzt. „Die Streckenbedingungen haben heute eine große Rolle gespielt“, gab Paddon zu. Zum ersten Mal fährt er die neue Version des Hyundai i20 WRC. „Ich habe mich noch nicht so ganz auf das neue Auto eingestellt, mache aber Fortschritte. Da kommt noch mehr!“

Dritter nach Tag eins ist Mads Östberg, der auch ein bisschen Eingewöhnungszeit nötig hatte und im Nachmittag dann angreifen konnte. „Es ist natürlich ein Ansporn, wenn man um Platz zwei kämpfen kann. Der Nachmittag war nicht übel“, fasste der Norweger zusammen. Auch Ott Tänak, Dani Sordo und Andreas Mikkelsen liegen nicht weit weg vom zweiten Platz. Craig Breen gelang eine drittschnellste Zeit, er beendet den Tag auf dem achten Platz hinter Henning Solberg. Die Fiesta-Fahrer Eric Camilli und Lorenzo Bertelli schließen die Top-10 ab.

 

Das WRC2-Feld führt Elfyn Evans an. Dahinter folgen Fredrik Ahlin und Anders Gröndahl. Pontus Tidemand fiel wegen einer gebrochenen Antriebswelle zwischenzeitlich auf Platz sechs zurück und beendet die erste Etappe als Vierter vor Emil Bergkvist, der wohl den schlimmsten Tag verbrachte. Bergkvist und Beifahrer Sjöberg schafften es aber trotz Übelkeit und Brechreiz auf Platz fünf ins Ziel.

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