Sebastien Ogier gewinnt Rallye Monte Carlo

Perfekter Start für Sebastien Ogier in die Saison 2016. Zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia gewann der Weltmeister die Rallye Monte Carlo und sicherte sich die Bestzeit auf der Power-Stage.

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  • Sebastien Ogier und Julien Ingrassia gewinnen die Rallye Monte Carlo

    Sebastien Ogier und Julien Ingrassia gewinnen die Rallye Monte Carlo

Perfekter Start für Sebastien Ogier in die Saison 2016. Zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia gewann der Weltmeister die Rallye Monte Carlo und sicherte sich die Bestzeit auf der Power-Stage.

Es war ein Finale ganz nach dem Geschmack von Sebastien Ogier. Mit der Bestzeit auf der abschließenden Power-Stage sicherte sich der Weltmeister die maximale Punktzahl und feiert einen perfekten Start in die neue Saison.

Zunächst musste sich Ogier mit Kris Meeke auseinandersetzen, der ihm bis zum Freitagabend Paroli bieten konnte. Doch am Samstagmorgen führte Ogier mit einer klaren Bestzeit bereits die Vorentscheidung herbei und nach dem Ausfall des Citroën-Piloten war der Weg für ihn endgültig frei. Die restlichen Kilometerv spulte Ogier wie gewohnt fehlerfrei ab und holte sich zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia seinen vierten ‚Monte’-Sieg. „Diese Rallye ist für mich die Wichtigste in der ganzen Saison. Mein Team und vor allem meine Eisspione haben großartige Arbeit geleistet. Ihnen muss ich ganz besonders danken“, sagte Ogier. „Es ist ein großartiger Start für uns. Darauf müssen wir jetzt aufbauen.“

Hinter ihm sorgt Andreas Mikkelsen für einen Doppelsieg von Volkswagen. Zum ersten Mal saß sein neuer Beifahrer Anders Jaeger neben ihm, der noch nie einen WM-Lauf in einem World Rally Car bestritten hatte. „Ich bin verdammt stolz auf ihn“, lobte der Norweger seinen Landsmann.

Thierry Neuville konnte Mikkelsen am letzten Tag nicht mehr gefährlich werden und musste auf den letzten Kilometern sogar um seinen dritten Platz fürchten, als plötzlich ein Antriebsproblem auftrat. Der Hyundai-Pilot konnte sich jedoch ins Ziel retten und feiert bei der Premiere des neuen i20 WRC einen Podiumsplatz.

Der dritte Rang von Neuville ist etwas Balsam für die Hyundai-Seele. Zunächst schien es, dass der neue i20 WRC nicht die hohen Erwartungen erfüllen kann. Vor allem Dani Sordo fand keinen Rhythmus und erst spät das richtige Setup für die Rallye. Sein sechster Platz sieht auf dem Papier noch schmeichelhaft aus, allerdings sind über zehn Minuten Rückstand indiskutabel für jemanden, der es mit den Volkswagen-Fahrern aufnehmen soll.

Ford-Pilot Mads Östberg zog sich als Vierter besser aus der Affäre. „Wenn man bedenkt, dass ich einen neuen Beifahrer, ein neues Auto und ein neues Team habe, ist das Ergebnis stark“, meinte er. Hinter ihm landete Stephane Lefebvre im Citroën DS3 WRC auf dem fünften Platz.

Viele Favoriten auf vordere Platzierungen sahen das Ziel nicht. Schon am Freitag war Robert Kubica ausgeschieden, nachdem er auf spiegelglatter Fahrbahn gegen einen Baum prallte. M-Sport-Neuzugang Eric Camilli hatte gerade mit schnellen Zeiten aufhorchen lassen, als ihm der gleiche Fehler unterlief. Am Samstag riss sich Kris Meeke an einem Steinbrocken den Unterfahrschutz seines Citroën DS3 WRC ab, deshalb musste er wenig später das Auto mit Getriebeschaden abstellen. Jari-Matti Latvala ramponierte auf der elften Prüfung bei einem Ausrutscher die Aufhängung seines Polo R WRC und strandete ebenfalls vorzeitig. Auch Ford-Privatier Bryan Bouffier konnte an alte Erfolge nicht anknöpfen. Er war kurz vor dem gestrigen Tagesziel mit dem Heck seines Fiestas so unglücklich angeschlagen, das die Aufhängung des linken Hinterrads brach.

WRC2: Evans beeindruckt im neuen Fiesta

In der WRC2-Wertung gab an diesem Wochenende Elfyn Evans das Tempo vor und sorgt bei der M-Sport-Konkurrenz für tiefe Sorgenfalten, denn der überarbeitete Fiesta R5 ist ein echter Volltreffer. Der Waliser setzte so klare Bestzeiten, dass ihn selbst Reifenschäden nicht von einem überlegenen Sieg abhalten konnten. Jubelstimmung herrschte auch bei Armin Kremer. Er sicherte sich im Skoda Fabia R5 den zweiten Platz in der WRC2-Wertung. „Das ist mehr als ich erwartet hatte. Entsprechend zufrieden sind wir mit diesem sehr anspruchsvollen Saisonstart“, freute sich der Ex-Europameister. Sein BRR-Teamkollege Esapekka Lappi fand erst spät sein Tempo, konnte aber Kremer in der Gesamtwertung noch abfangen. Im Ziel trennten die beiden gerade einmal 2,9 Sekunden.

Für Maximilian Koch endete das Abenteuer "Rallye Monte Carlo" im Skoda Fabia S2000 auf dem 49. Gesamtrang. Reiner Hahn konnte sich seinen Traum vom Turini nicht erfüllen. Er musste seinen Mitsubishi bereits gestern mit einem technischen Defekt abstellen.

Ergebnis Rallye Monte Carlo 2016

1.Ogier / IngrassiaVolkswagen Polo R WRC03:49:53.1
2.Mikkelsen / JaegerVolkswagen Polo R WRC+01:54.5
3.Neuville / GilsoulHyundai i20 WRC 16+03:17.9
4.Östberg / FloeneFord Fiesta RS WRC+04:47.7
5.Lefebvre / MoreauCitroën DS3 WRC+07:35.6
6.Sordo / MartíHyundai i20 WRC 16+10:35.5
7.Tänak / MõlderFord Fiesta RS WRC+11:39.9
8.Evans / ParryFord Fiesta R5+18:30.8
9.Lappi / FermSkoda Fabia R5+20:41.0
10.Kremer / WinklhoferSkoda Fabia R5+20:43.9

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