Monte nach WP5: Ogier holt sich Führung zurück

Sebastien Ogier kann auf der fünften Prüfung der Rallye Monte Carlo die Führung in der Gesamtwertung zurückerobern. Die Hyundai-Piloten bleiben weiterhin chancenlos.

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Sebastien Ogier kann auf der fünften Prüfung der Rallye Monte Carlo die Führung in der Gesamtwertung zurückerobern. Die Hyundai-Piloten bleiben weiterhin chancenlos.

Beinahe hätte Sebastien Ogier das gleiche Schicksal erlitten wie Robert Kubica und Hayden Paddon. Der VW-Pilot leistete sich auf der vierten Prüfung einen Mini-Patzer, als er mit seinem Auto an einer Steinbrücke anschlug. Im Gegensatz zu den beiden Unglücksraben blieb der Treffer aber ohne größere Folgen für Ogier und mit der Bestzeit auf der fünften Prüfung eroberte er sogar die Führung in der Gesamtwertung zurück. „Mit der Schleife bin ich ganz zufrieden, auch wenn das Fahrverhalten nach dem Einschlag nicht perfekt war“, so Ogier.

Kris Meeke konnte den Verlust seiner Führung verschmerzen. „Ich habe mir einen eigenen Rhythmus für diese Prüfung zurechtgelegt und bin damit sehr zufrieden“, meinte der Citroën-Pilot, der zur Mittagspause nur 1,5 Sekunden hinter Ogier zurückliegt.

Noch kann Meeke eine Dreifachführung von Volkswagen verhindern, denn hinter Andreas Mikkelsen gelang es Jari-Matti Latvala den vierten Platz zu erobern, obwohl der Finne zugab, auf den vereisten Stellen der vierten Prüfung zu vorsichtig zu Werke gegangen zu sein. Bei Hyundai muss man sich unterdessen die Frage stellen lassen, was man in den vergangenen Wochen eigentlich getestet hat. Dani Sordo klagte über ein nervöses Fahrverhalten des neuen i20 WRC und Thierry Neuville bemängelte ein zu tief abgestimmtes Fahrwerk. „Wir müssen dringend eine Lösung finden. Wir fahren wie im Recce rum“, fluchte Sordo über das bislang enttäuschende Debüt des neuen Autos.

In den Reihen von M-Sport konnte sich zum ersten Mal Eric Camilli vor Mads Östberg behaupten. „Ich habe heute Nacht nicht gut geschlafen und mir den Kopf zermartert, dass ich gestern vielleicht etwas zu vorsichtig war. Aber heute läuft es besser“, freute sich Camilli über die aufsteigende Tendenz bei seinem Debüt(!) im World Rally Car. Im Kampf um das Podium spielen die beiden Ford-Piloten jedoch keine Rolle und liegen abgeschlagen auf den Plätzen sechs und acht.

WRC2: Evans schraubt die Messlatte hoch

In der WRC2 unterstreicht M-Sport-Pilot Elfyn Evans nicht nur das eigene Potenzial, sondern auch das des neuen Ford Fiesta R5 Evo. Nach dem Fehlstart auf der ersten Prüfung, als sich der Waliser einen Reifenschaden einfing, gibt er das Tempo deutlich vor und kann nach vier deutlichen Bestzeiten die Führung in der WRC2-Wertung erobern. Armin Kremer liegt im Skoda Fabia R5 hinter Quentin Gilbert (Citroën) und Julien Maurin (Skoda) auf dem vierten Platz.

Zwischenstand nach WP5

1. Ogier / Ingrassia Volkswagen Polo R WRC 57:06.7
2. Meeke / Nagle Citroën DS3 WRC +1.5
3. Mikkelsen / Jaeger Volkswagen Polo R WRC +37.8
4. Latvala / Anttila Volkswagen Polo R WRC +53.5
5. Neuville / Gilsoul Hyundai i20 WRC '16 +56.9
6. Östberg / Flöene Ford Fiesta RS WRC +1:11.6
7. Sordo / Martí Hyundai i20 WRC '16 +1:42.4
8. Camilli / Klinger Ford Fiesta RS WRC +1:46.0
9. Lefebvre / Moreau Citroën DS3 WRC +1:48.0
10. Tänak / Mõlder Ford Fiesta RS WRC +2:01.7

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