Meeke ohne Druck zur Monte

Im Gegensatz zur Konkurrenz blickt Kris Meeke entspannt auf die Rallye Monte Carlo. Er startet ohne den Druck einer Meisterschaft und will vor allem Erfahrungen sammeln. Die dürfte es wie gewohnt reichlich geben.

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  • Kris Meeke startet nicht nur mit neuem Outfit, sondern auch einem neuaufgebauten Auto in die Saison

    Kris Meeke startet nicht nur mit neuem Outfit, sondern auch einem neuaufgebauten Auto in die Saison

Im Gegensatz zur Konkurrenz blickt Kris Meeke entspannt auf die Rallye Monte Carlo. Er startet ohne den Druck einer Meisterschaft und will vor allem Erfahrungen sammeln. Die dürfte es wie gewohnt reichlich geben.

Die Prioritäten haben sich für Kris Meeke verschoben. In diesem Jahr geht es einzig und allein darum, die Basis für eine erfolgreiche Saison 2017 zu schaffen. Dabei steht nicht nur die Entwicklung des neuen Citroën World Rally Cars im Vordergrund, der Nordire darf auch bei zehn WM-Läufen antreten, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Schließlich kann er trotz seiner 36 Jahre nur zwei volle Jahre in einem WRC vorweisen.

„2016 ist nicht nur eine neue Saison. Für mich ist es auch ein neuer Abschnitt in meiner Karriere“, sagte Meeke, der durchaus entspannt zum Saisonstart nach Monte Carlo fährt. „Natürlich befinden wir uns nicht in der gleichen Situation wie die anderen WM-Piloten. Ich habe nicht das Gefühl, viel Druck zu haben, vor allem weil wir uns kein bestimmtes Ergebnis als Ziel für das Ende der Saison gesteckt haben.“

Technisch hat sich am DS3 WRC nichts geändert, die Farben des Autos, das von PH Sport betreut wird, haben sich den neuen Status angepasst. Schließlich legt Citroën offiziell ein Pausenjahr ein und verschwand von der Karosse. Dort prangt nun noch größer als sonst Hauptsponsor 'Abu Dhabi'. Immerhin bekam Meeke von Citroën Racing ein neues Auto aufgebaut, das gab es in den letzten drei Jahren nicht mehr und sollte für einen kleinen Motivationskick sorgen.

Auch ohne das neue Arbeitsgerät hat die ‚Monte’ für Meeke eine ganz besondere Anziehungskraft. Glanz und Gloria des Fürstentums auf der einen Seite und der hohe fahrerische Anspruch auf der anderen Seite, „dazu kommt noch die Aufregung beim Saisonstart. Ich mag diese Rallye wirklich sehr“, so Meeke. „Wenn man aber im Servicepark steht und eine Reifenentscheidung treffen muss, die nur einen Kompromiss darstellt, dann kann aus Liebe manchmal Hass werden.“

Meeke, der vor zwei Jahren auf den dritten Gesamtrang bei der Rallye Monte Carlo fahren konnte, hofft den richtigen Riecher zu haben, wenn das Wetter in den Seealpen Kapriolen schlägt. „Wenn wir fehlerfrei bleiben und die richtigen Strategieentscheidungen treffen, sollten wir nicht allzu weit vom Podest entfernt sein“, meinte er abschließend.

VIDEO: Monte-Test Kris Meeke


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