Delecour: „R-GT ist jetzt schon Vergangenheit“

Mehr als zwanzig Mal war er am Start: Bei der Rallye Monte Carlo gehört François Delecour zu den alten Hasen. Letztes Jahr begeisterte der Franzose im Porsche 997 GT3. Für die Ausgabe 2016 wechselt er in einen Peugeot 207 S2000. Der RGT-Meisterschaft prophezeit er ein frühes Ende.

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  • Die RGT-Meisterschaft ist ein Auslaufmodell

    Die RGT-Meisterschaft ist ein Auslaufmodell

Mehr als zwanzig Mal war er am Start: Bei der Rallye Monte Carlo gehört François Delecour zu den alten Hasen. Letztes Jahr begeisterte der Franzose im Porsche 997 GT3. Für die Ausgabe 2016 wechselt er in einen Peugeot 207 S2000. Der RGT-Meisterschaft prophezeit er ein frühes Ende.

François Delecour lässt keine Zweifel daran, aus welchem Grund er bei der Rallye Monte-Carlo keinen Porsche steuert. „Die R-GT-Meisterschaft ist jetzt schon Vergangenheit. Der Aufbau eines Porsche R-GT ist einfach zu teuer“, sagt der Franzose im Gespräch mit rallye-sport.fr. Delecour wird sehr zum Leidwesen der Fans wohl der erste und einzige Champion dieser Klasse bleiben.

Delecour hat sich für einen Peugeot 207 S2000 von Munaretto entschieden. „Bei Schnee haben wir möglicherweise einen Nachteil, weil uns dann Drehmoment fehlt. Aber ich denke, dass der 207 durchaus noch mithalten kann und wir sicher unsere Chancen haben.“ Die Streckenführung 2016 ist ganz nach Delecours Geschmack. „Mit mehr Kilometern geht es wieder in Richtung alte Zeiten. Die Rallye wird wieder das, was sie einmal war. Eine gute Sache.“

Beifahrerin ist wie bei der Tour de Corse Sabrina De Castelli. „Ich kann es kaum erwarten. Die legendären Strecken der Rallye Monte-Carlo, und das dann neben François Delecour. Ein Kindheitstraum wird wahr“, erklärt die Korsin. „François ist ein Arbeitstier und gibt nie auf. Ein großer Sportsmann, und seine Leidenschaft für das Rallyefahren ist unendlich. Wir sind sehr gespannt, wie wir uns im Vergleich zu den jungen Leuten schlagen werden. Das wird sicher eine heiße Sache!“