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05.07.2011 | 13:54 | Autor: Michael Heimrich

Frankreich oder Deutschland?

Die Planungen für die Neuausrichtung der Rallye-WM läuft auf Hochtouren. Neue und wichtige Märkte müssen in den Kalender kommen, für europäische Klassiker wird es eng.

Die Richtung für die Rallye-WM ist klar. Schlüsselmärkte wie China, Indien, oder Nordamerika sollen künftig erobert werden. Die beteiligten Hersteller und auch Neueinsteiger Volkswagen machen Druck auf Promoter NOS und die FIA. Da die Anzahl der WM-Läufe keinesfalls auf Formel-1-Niveau geschraubt werden soll, werden in naher Zukunft einige Länder ohne WM-Status auskommen müssen.

 

Vor allem in Europa sollen künftig weniger WM-Läufe stattfinden, wie FIA-Präsident Jean Todt unlängst andeutete. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Rallye Deutschland.

 

"Es gibt verschiedene Sichtweisen", erklärt WM-Managerin Michèle Mouton. "Einerseits repräsentiert die Rallye Deutschland einen europäischen Schlüsselmarkt mit in der Rallye-WM engagierten Herstellern. Zudem ist sie gut organisiert. Andererseits kann man sich aber auch fragen, warum in einer Weltmeisterschaft zwei WM-Läufe drin sein sollen, die gerade einmal 150 Kilometer auseinander liegen. So gesehen, könnte über kurz oder lang Frankreich oder Deutschland seinen WM-Lauf verlieren, ähnliches könnte für Portugal und Spanien oder andere Regionen gelten."

 

Bei der FIA ist man sich bewusst, dass die Rallye-WM einen Teil ihrer traditionellen Läufe unbedingt behalten muss und fordert gleichzeitig eine erweiterte Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltern vor. "Eine Lösung für Europa könnten länderübergreifende Events sein, da gibt es einige Gedankenmodelle", verrät Mouton. "Soll die WM jedoch auch an neuen Orten wie China, Indien, Russland, Nordamerika und Afrika präsent sein, sehe ich kaum eine andere Lösung für Europa. Zudem sind viel mehr WM-Rallyes kaum drin."

  
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