Winterkrimi in Schweden

Die zweite Etappe der Rallye Schweden hatte es in sich. Auf allen Positionen wurde verbissen um die Bestzeiten gekämpft, vor allem an der Spitze ging es heiß her.

12.02.2005 16:44 Autor: MH
  • Reifenfrage: Marcus Grönholm war nicht ganz zufrieden

    Reifenfrage: Marcus Grönholm war nicht ganz zufrieden

Petter Solberg hat es erneut geschafft. Mit der Bestzeit von 13:36.0 Minuten schiebt sich der Norweger im Ziel der 13. Prüfung wieder an Marcus Grönholm vorbei und übernimmt die Führung in der Gesamtwertung. Das Katz und Mausspiel der beiden Spitzenreiter geht damit munter weiter und Grönholm drohte bereits: "Morgen gehts hier richtig rund und ich werde alles geben um Petter noch einzuholen."

 

Auch Solberg fand Gefallen am Zweikampf mit dem Peugeot-Piloten. "Das ist einfach unglaublich und macht Riesenspaß", so der Norweger, der auch auf dem abschließenden Zuschauerrundkurs die Bestzeit setzen konnte. "Aber es kann noch viel passieren und mein Vorsprung ist nicht unbedingt so groß das wir ein wenig zurücknehmen können. Es wird spannend."

 

Im Duell der beiden Skandinavier hatte Vorjahressieger Sebastien Loeb nichts mehr zu melden. Der Franzose kann zwar mit schnellen Zeiten weiter auftrumpfen, fällt aber mit einem Rückstand von 24.0 Sekunden leicht ab. Plötzlich auftretende Probleme mit dem Motor seines Xsara WRC dürften die Laune des Weltmeisters am Abend nicht unbedingt anheben. "Es scheint eine defekte Zylinderkopfdichtung zu sein. Es kommt Rauch aus dem Auspfuff und ich hoffe nur, dass wir überhaupt noch ins Ziel kommen", erklärte Loeb.

 

Heiß geht es auch hinter dem Podium zur Sache. Markko Märtin schiebt sich erneut auf Platz vier nach vorn, nachdem Gigi Galli durch einen Getriebedefekt und eine gebrochene Antriebswelle wertvolle Sekunden verlor und auch auf der abschließenden Zuschauerprüfung deutlich einbüßte. "Das ist natürlich enttäuschend, aber wenigstens sind wir noch im Rennen", so Galli. "In der Super-Special haben wir uns mehrmals gedreht, denn wir hatten nur noch Hinterradantrieb."

 

Zuvor hatte es Francois Duval erwischt, der seine Spikereifen auf dem losen Schotter der schneefreien Pisten aufschlitzte. Pech für den Belgier: In der elften Prüfung musste er gar einen Vorderreifen auf der Prüfung wechseln und fing sich einen Rückstand von über fünf Minuten ein.

 

Toni Gardemeister findet auf Rang fünf keine Zeit zum Verschnaufen und muss sich mit allen Mitteln gegen die Attacken von Henning Solberg und Harri Rovanperä zur Wehr setzen, die 3.2 bzw. 4.1 Sekunden zurückliegen. "Es war verdammt rutschig und wir hatten einige haarsträubende Drifts", erklärt Gardemeister. "Ich greife voll an, aber es ist so leicht einen Fehler zu machen. Es ging teilweise über den puren Schotter, wir hatten kein Eis mehr unter dem Schnee."

 

Abgefallen ist dagegen Mattias Ekström. Der Skoda-Pilot musste sich mit einer defekten Servolenkung seines Fabia WRC durch die Prüfungen kämpfen und fiel vom achten auf Rang 16 ab. Stark verbessern konnte sich auf der heutigen Etappe Subaru-Youngster Chris Atkinson. Der Australier kommt bei seiner ersten Schneerallye immer besser in Fahrt und belegt am Abend den zehnten Rang.

 

[sideways=68]Aktuelle Ergebnisse der Rallye Schweden...