16.05.2012 | 16:13 | Autor: Michael Heimrich

Tannert mit starkem Debüt

Für Julius Tannert war die AvD-Sachsen-Rallye am vergangenen Wochenende die Premiere im Rallyesport und gleichzeitig Erfüllung eines langgehegten Traums. Der 22-jährige Youngster konnte auf Anhieb den zweiten Platz in seiner Division und vier Bestzeiten auf seinem noch frischem Rallyekonto verbuchen.

Seit sieben Jahren begleitet Julius Tannert als Fotograf die Rallyeszene. Die große Leidenschaft lag dabei nicht nur in der Fotografie - sein Herz schlug schon immer für den Motorsport. Das Rallye-Gen hat er von seinem Vater Steffen Tannert geerbt, der 1986 Bezirksmeister im Trabant war. Mit dem Start bei der Sachsen-Rallye rund um seine Heimatstadt Zwickau klappte es endlich mit der eigenen Premiere im Rallyesport. Maßgeblich unterstützt wurde Julius Tannert vom Unternehmen Movitoo, das sich schon seit mehreren Jahren im Rallyesport engagiert und dem Einsteiger einen Start im Suzuki Swift von Schmack Motorsport ermöglichten.

 

"Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich wäre nicht aufgeregt vor so einer Herausforderung, vor allem vor den anspruchsvollen und schnellen Prüfungen habe ich Respekt", sagte Julius Tannert vor dem Start der 150 WP-Kilometer. Doch von der großen Aufregung war kurz nach Beginn der Rallye nicht viel zu spüren, auch Dank der Hilfe seines erfahrenen Beifahrers Maik Trommler. Der Rallye-Neuling konnte schon nach einigen WP's die Zeiten der Konkurrenz, allen voran dem führenden der Division 5, Dominik Dinkel, mitgehen. "Leider gerieten wir beim zweiten Durchgang des Rundkurs Neuschönburg in einen Wolkenbruch und verloren den Anschluss", ärgert sich der Rookie am Ende des ersten Tages.

 

Am Samstag fuhren die beiden Suzuki-Piloten nahezu auf Augenhöhe und von sieben Prüfungen gingen drei Bestzeiten auf das Konto von Julius Tannert. "Der erste Platz war für uns außer Reichweite und nach hinten war auch genügend Luft. Für uns stand das Ankommen und der Gewinn an Erfahrung im Vordergrund. Wir freuen uns natürlich, wenn wir dabei noch die ein oder andere Bestzeit einfahren konnten", sagte Tannert, für den am Ende Gesamtplatz 28 und der zweite Platz in der Division heraus sprang. "Ich bin mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden, ich hätte nie gedacht, dass wir so weit vorn mitfahren können. Ich habe jetzt natürlich Blut geleckt und möchte auch in Zukunft öfters in einem Rallyeauto sitzen. Ob mir das gelingt, hängt davon ab, ob ich das nötige Budget für weitere Einsätze zusammen bekomme", meinte der Sachse.

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