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22.11.2008 | 14:39 | Autor: MH

Diskussionen um DRM-Kalender

Die Läufe der Deutschen Meisterschaft 2009 stehen fest und der DMSB stellt sich mit einer schlechten Saisonplanung selbst ein Bein.

Nach der Saison ist vor der Saison und prompt sorgt die verkorkste Kalenderplanung der Deutschen Meisterschaft für erhöhten Diskussionsbedarf. Innerhalb von nur achten Wochen finden die ersten vier Rallyes der Saison 2009 statt. Anfang Mai ist die Saison für viele Teilnehmer fast schon gelaufen. „Wenn sie überhaupt erst los fahren“,  gibt Fahrersprecher Thomas Wallenwein zu Bedenken. „Mir wurde signalisiert, dass es für einige Teams unmöglich ist, in so kurzer Zeit so viele Rallyes zu bestreiten.“

 

Beim DMSB hatte man bis zuletzt gehofft, dass die Sachsen-Rallye doch noch auf einen Termin Ende Mai rückt. Doch der veranstaltende AvD winkte ab. Diw Zwickauer-Innenstadt ist mit anderen Veranstaltungen restlos ausgebucht, am Wochenende vom 21. bis 23. Mai findet auf dem Nürburgring das 24h-Rennen statt, eine Überschneidung wollte man unbedingt vermeiden. Zudem erhofft man sich den Zuschlag als Lauf zum Suzuki-Rallye-Cup, Bedingung dafür ist aber der Start am zweiten Mai-Wochenende.

 

Die Frage, warum man den Wikinger-Aufsteigern den Termin Anfang April überhaupt erst erlaubte, beantwortet Dietmar Lenz, Vorsitzender des DMSB Fachausschuss Rallye, mit Genehmigungsauflagen. Doch man habe den Handlungsbedarf erkannt, kann aber tragfähige Lösungen erst für 2010 anbieten. „Dann geben wir die Termine vor, nach denen sich die Veranstalter richten müssen“, erklärte Lenz. „Unsere Vorstellung sieht pro Monat einen Lauf vor. Möglicherweise wird es in Zukunft auch auf acht Veranstaltungen ausgebaut, dann aber mit einem Streichresultat.“

 

Vom Tisch sind vorerst die Pläne eine reine Asphaltmeisterschaft auszutragen. Der DMSB würde Bemühungen für einen zweiten Schotterlauf in der DRM unterstützen, um auch die Kosten für die Teams besser zu verteilen. Bislang bleibt die Lausitz-Rallye der einzige Auftritt auf losem Geläuf. Einige Fahrer hatten in der Vergangenheit die Sinnhaftigkeit und den damit verbundenen zusätzlichen Aufwand für einen Schotterlauf in Frage gestellt.

 

Klarer sind die Vorstellungen des DMSB in Sachen Sicherheit. Hier will man den nächsten Schritt gehen und plant, ab dem kommenden Jahr HANS für alle in der DRM eingeschriebenen Fahrer vorzuschreiben. Schrittweise soll das System, das Piloten vor starken Verletzungen im Kopf- und Halsbereich schützen soll, auch in den nationalen Klassen Einzug halten. „Aber nicht vor 2012“, widerspricht Lenz Gerüchten über eine schnelle Zwangseinführung.

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