Latvala auf deutschem Schotter

Am Samstag startet der Schotter-Cup mit der Rallye Lutherstadt Wittenberg in die neue Saison. Unter den ersten 73 Teams sind (fast) alle deutschen Schotter-Spezialisten, die letzte Startnummer gehört – Latvala!

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Am Samstag startet der Schotter-Cup mit der Rallye Lutherstadt Wittenberg in die neue Saison. Unter den ersten 73 Teams sind (fast) alle deutschen Schotter-Spezialisten, die letzte Startnummer gehört – Latvala!

Jari Latvala, der Vater des VW-Werkspiloten Jari-Matti Latvala, will in diesem Jahr mindestens sechs Schotter-Cup-Läufe mit seinem Gruppe-H-Evo 3 bestreiten. Latvala und die Schotter-Cup-Organisatoren kennen sich schon länge. Der 57-jährige Unternehmer aus der mittelfinnischen Kleinstadt Tuuri war 1987 erstmals in Deutschland, als die 3-Städte-Rallye noch auf Schotter stattfand, und hat mittlerweile viermal die Lausitz-Rallye bestritten. Er kann aber mit seiner finnischen Lizenz nicht im Schotter-Cup gewertet werden, weil der Cup nur national angemeldet ist.

Mitglied im MC Wedemark

In diesem Jahr läuft parallel zum Schotter-Cup die Clubmeisterschaft des MC Wedemark. Club-Beitritt statt Cup-Einschreibung – so können Latvala, Keskinen und andere Interessierte bei den Schotter-Cup-Läufen ihre eigene Meisterschaft austragen. Da die Latvala-Familie trotz der WRC-Verpflichtungen des Juniors gern beisammen ist, wird vielleicht auch mal Jari-Matti Latvala – wenn die Termine passen – bei einer deutschen Schotter-Rallye auftauchen, so wie im Oktober bei der Lausitz-Rallye.

Hilfe aus Bad Schmiedberg

Die Kontakte nach Finnland laufen über Kerstin Munkwitz, zweifache Schotter-Cup-Siegerin und Cup-Sekretärin, die seit einigen Jahren mindestens zweimal im Jahr ins Land der 1000 Seen reist und den finnischen Fahrern wie Pekka Ruokonen, Jaakko Keskinen, Petri Reinikainen, Jukka Ketomäki oder jetzt Jari Latvala alle Steine aus dem Weg räumt, wenn sie in Deutschland fahren wollen. Sie verzichtet sogar auf den Start in Wittenberg, um Jari Latvala und seinen Co Kari Mustalahti, einen 54-jährigen Polizeibeamten aus Nokia, am ganzen Wochenende betreuen zu können. Hotel und Mietwagen buchen, die Ausschreibung ins Englische übersetzen, die deutschen Sonderregeln bei Reifen, Benzin und Tanken erklären – das sind die Aufgaben im Vorfeld. Während der Rallye wird sie als Dolmetscherin bei der Abnahme helfen, den Finnen die Besichtigungsregeln eintrichtern und immer erreichbar sein, um Sprachschwierigkeiten und Fragen zu den Rallye-70-Regeln zu klären. Und nebenbei wird sie auch ein Ohr offen haben für die zwei neuen Teams aus Polen.

52 Schotter-Teams

Auch ohne Jari Latvala und ohne Jaakko Keskinen haben sich bereits 52 Teams für den Schotter-Cup eingeschrieben, der von Bernd Deppings Firma HD wieder mit 6.000 Euro Prämien gefördert wird. Zu den Favoriten zählen sicherlich Sebastian Vollak, Mark Muschiol, Stephan Dammaschke, Bernd Knüpfer und Dark Liebehenschel; doch die letzten Jahre haben bewiesen, dass das (ein wenig komplizierte) Punktesystem des Schotter-Cups für Chancengleichheit, Spannung und manch eine Überraschung sorgt.

Acht Läufe stehen im Kalender

Der Terminkalender umfasst die gleichen acht Läufe wie 2015. Nach dem Auftakt in Wittenberg folgen die Rallye-35-Läufe in Nordhausen (Roland-Rallye am 23. April) und in Aldersbach (Emmersdorfer Rallye am 14. Mai) in Frühling. Der Sommer führt die Drifter-Truppe auf den legendären Bergring Teterow (2. Juli) in Mecklenburg und nach Fürstenzell (17. Juli) in Niederbayern. Janinas Wedemark-Rallye am 27. August, in diesem Jahr als Rallye 70 geplant statt als 35-Doppel, läutet den heißen Schotter-Herbst ein. Bei der Lausitz-Rallye am 28./29. Oktober und der Havelland-Rallye am 12. November fallen die Entscheidungen um den Titel.

Mehr Informationen unter www.schotter-cup.de