Das erste Super-Wochenende steht an

Das kommende Wochenende hat es in sich. WM-Lauf in Mexiko und in Deutschland geht die Saison auf allen Ebenen richtig los: Deutsche Meisterschaft, ADAC-Opel-Rallye-Cup, Citroën-Racing-Trophy, DMSB-Rallye-Cup, ADMV Rallye-Meisterschaft, Schotter-Cup, Baden-Württemberg-Franken-Pokal und zahlreiche weitere regionale Serien.

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Das kommende Wochenende hat es in sich. WM-Lauf in Mexiko und in Deutschland geht die Saison auf allen Ebenen richtig los: Deutsche Meisterschaft, ADAC-Opel-Rallye-Cup, Citroën-Racing-Trophy, DMSB-Rallye-Cup, ADMV Rallye-Meisterschaft, Schotter-Cup, Baden-Württemberg-Franken-Pokal und zahlreiche weitere regionale Serien.

Saarland-Pfalz-Rallye

Die Kreisstadt St. Wendel im nördlichen Saarland ist zum vierten Mal in Folge der Schauplatz der Saisoneröffnung der Deutschen Meisterschaft, Rallye-Masters, beim ADAC Opel-Rallye-Cup und der Citroën-Racing-Trophy. Das große Plus: Alle wichtigen Plätze für die Zuschauer sind nur wenige Fußminuten voneinander entfernt. Auf dem Schlossplatz (Navi: 66606 St. Wendel, Schloßstraße 7) steht die Rampe, die freitags ab 17.55 Uhr den Start und samstags ab 18.45 Uhr die Zielankunft erlebt. Eine Minute entfernt befindet sich „In der Mott“ der nächtliche Parc Fermé, nach weniger als zehn Fußminuten durch die Wendalinusstraße erreicht man den Servicepark auf dem Festplatz „Bosenbach“ (Navi: 66606 St. Wendel, Missionshausstraße 21). Zwischen Schlossplatz und Bosenbach spielt sich das Highlight für die Zuschauer ab: der Rundkurs mitten in der Kernstadt von St. Wendel. Dieses Spektakel durch die Wendalinus- und die Gymnasialstraße läuft sogar zweimal, am Freitagabend ab 19.30 Uhr und am Samstagnachmittag ab 17.45 Uhr. Die entscheidenden zwölf Prüfungen mit insgesamt 132 WP-Kilometer finden im Bergland nördlich und östlich von St. Wendel statt und bieten viele interessante Zuschauerzonen.

84 Teams haben sich für die Saarland-Pfalz-Rallye angemeldet. Die DRM wartet auf den Zweikampf der R5-Boliden zwischen Christian Riedemann im Peugeot und Fabian Kreim im Skoda. In der neuen 2WD-Meisterschaft wollen die Citroën-Junioren Philipp Knof und Patrick Pusch die Favoriten Carsten Mohe im Renault und Marijan Griebel im Opel jagen. Hermann Gaßner hat das Rallye Masters schon dreimal gewonnen; der Mitsubishi-Piloten bekommt aber in der Division 2 harte Konkurrenz und muss auf die kleinste Division 6 achten, wo der trickreiche Olaf Müller durchmarschieren könnte. Bei den 16 Cup-Adam warten die Fans darauf, ob einer der deutschen Junioren mit den internationalen Junior-Champions mithalten kann

Rallye Lutherstadt Wittenberg

Gleich drei bedeutende Rallyeserien starten am Samstag in Wittenberg in die Saison 2016. Die 53. Rallye Lutherstadt Wittenberg ist jeweils der erste Saisonlauf beim neuen DMSB Rallye Cup, bei den ADMV-Rallye-Meisterschaften und beim Schotter-Cup. Zum zweiten Mal zieht das Rallyezentrum in die Exerzierhalle, dicht am historischen Stadtkern (Navi: 06886 Wittenberg, Lutherstraße 56). Ab 12 Uhr starten die Teams auf die Doppelschleifen durch die hügeligen Fläming-Wälder. Drei verschiedene Start-Ziel-Prüfungen liegen vor ihnen, darunter die leicht abgeänderten Klassiker Reinsdorf und Apollensdorf. Von den geplanten 62 WP-Kilometern laufen lediglich 5 km auf Asphalt, der Rest auf Schotter- und Naturwegen.

Die Nennliste umfasst 74 Teams. Auf die zehn Volvos freuen sich die Zuschauer besonders, Jeffrey Wiesner im Gruppe-H-240 wird sich mit Petri Reinikainen im Mercedes 190 ein Drift-Duell liefern. Heftige Kämpfe werden in den Klassen F9 (u.a. mit Hannes Heldt, Hubertus Schulze, Dark Liebehenschel und Rigo Sonntag), F8 (u.a. Sebastian Vollak, Stephan Dammaschke und Bernd Knüpfer) sowie H14 (u.a. Mark Muschiol und Maciej Fajdzel) erwartet. Die Startreihenfolge beim Schotter-Cup sieht weiterhin die „Kleinen“ vorn: Also beginnt das Feld mit neun Trabis und endet mit zehn Turbo-Allradlern, wobei Martin Christ – jetzt im eigenen Evo 9 – und Jari-Matti Latvalas Vater Jari im Gruppe-H-Evo-3 als erste Anwärter auf den Gesamtsieg gelten. Latvalas finnischer Landsmann Jaakko Keskinen, schon dreimal Sieger in Wittenberg, muss auf den Start verzichten, weil der Evo 7 noch nicht von E85 auf DMSB-Sprit umgerüstet ist. .

Werra-Meißner-Rallye

Eine weitere Rallye 70, aber ohne DMSB-Prädikat, findet am Samstag in Nordhessen unweit der Grenze zu Thüringen statt. Dreh- und Angelpunkt der Werra-Meißner-Rallye ist das Dorfgemeinschaftshaus von Weißenborn (Navi: 37299 Weißenborn). Drei Schleifen mit insgesamt neun Wertungsprüfungen, komplett auf Asphalt, sind am Südrand des Meißner-Gebirges zu absolvieren. Der Start erfolgt am Samstag ab 12 Uhr.

Für die Rallye 70 haben 47 Teams genannt. Favorit ist Jörg Schuhej im Mitsubishi Evo 7. Konkurrenz bekommt er von seinen Markenkollegen Stefan Göttig, Daniel Rexhausen, Martin Wagner, Björn Henß und Lars Anders - und vielleicht von Axel Nörenberg im BMW M3, falls der Wettergott für griffige Pisten sorgt. Im Anschluss an das Rallye-70-Feld gehen 34 Teams zur Gleichmäßigkeitsprüfung auf die Piste, die den ersten Lauf zur Retro-Rallye-Serie Nord bestreiten.

Rallye Hohenlohe

Am Samstag startet auch der Baden-Württemberg-Franken-Rallyepokal in die neue Saison mit der 27. Unterland-Hohenlohe-Wertungsfahrt, kurz Rallye Hohenlohe. Das Rallyezentrum befindet sich auch in diesem Jahr wieder in der Erich-Fritz-Halle in Pfedelbach (Navi: 74629 Pfedelbach, Öhringer Straße 11), wo ab 12 Uhr der Start erfolgt. Die Rallye Hohenlohe bietet zwei Schleifen mit je zwei Sprints und einem Rundkurs an, insgesamt 35 WP-Kilometer mit knapp 10% Schotter über Landstraßen, Feld- und Weinbergwege.

80 Teams haben sich für die Rallye Hohenlohe angemeldet, die traditionell einen Zweikampf zwischen dem Lokalmatador Fritz Köhler und Rainer Noller, der 15 km entfernt wohnt, verspricht. In diesem Jahr trägt Noller die Nummer 1 auf seinem Evo 9. Köhler begnügt sich mit der Nummer 4, dürfte aber viele Blicke auf sich ziehen, weil er mit einem neu aufgebauten M3 in der Klasse 3B antritt. Diese Klasse ist bärenstark besetzt, denn auch die Brüder Jörg und Swen Dörre sowie Markus Löffelhardt starten mit BMW M3. Zum Kreis der Podestanwärter zählen auch die Mitsubishi von Frank Herrmann und vom daheim immer starken Uli Kübler. Ein sportlicher Höhepunkt wird die Klasse F8 mit 23 Teams, von denen ein halbes Dutzend für den Klassensieg in Frage kommt. Typisch für die Region sind die zahlreichen Gruppe G-Fahrzeuge: Fünf G19- und 13 G18-Teams (dank Golf-2-Cup) setzen den Schlusspunkt.

Außerdem läuft am Samstag ein Rallyesprint auf dem Heidbergring Geesthacht bei Hamburg, einer Kartrennbahn.

Mehr Informationen unter www.saarland-pfalz-rallye.de, www.msc-wittenberg.de, www.werra-meissner-rallye.de und www.rallye-hohenlohe.de