Olaf Müller fährt im Harz siegreichen Test

Mit fünf von sechs Bestzeiten gewinnt Olaf Müller der ersten Rallyesprint in Blankenburg am Harz, ein gelungener Test für weitere Start bei den ADAC Rallye Masters.

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  • SIEG: Olaf Müller und Steffi Weidel gewinnen im BMW 320i

    SIEG: Olaf Müller und Steffi Weidel gewinnen im BMW 320i

Mit fünf von sechs Bestzeiten gewinnt Olaf Müller der ersten Rallyesprint in Blankenburg am Harz, ein gelungener Test für weitere Start bei den ADAC Rallye Masters.

Aller Anfang ist schwer. Neun Jahre nach der letzten ADAC-Rallye im Land Sachsen-Anhalt (Welfen-Rallye 2005 in Oschersleben) wagt sich der MSC Blankenburg an eine Rallye 200. Der Start ist bescheiden: Nur eine Strecke, die dreimal von Ost nach West und dreimal in umgekehrter Richtung gefahren wird, nur 20 WP-Kilometer insgesamt. 18 Teams sind gerade so viele, dass die Veranstaltung nicht abgesagt werden muss. Aber die Strecke erweist sich als abwechslungsreich und anspruchsvoll, die Organisation klappt, der Zeitplan wird eingehalten. Eine zweite Rallye in Blankenburg im Frühjahr 2015 – dann mit zwei Prüfungen und rund 30 WP-Kilometern – ist in Aussicht.

 

In sportlicher Hinsicht spielt Olaf Müller im BMW 320is die Hauptrolle bei seinem Wikinger-Test. Müller und seine Copilotin Steffi Weidel gewinnen alle drei Durchgänge am Vormittag, die komplett auf Festbelag (Asphalt und Spurplatte) laufen. Dahinter überraschen Rainer Lange und Florian Knye in einem kraftvollen Audi S2 Quattro aus der Gruppe H. Die relativ selten fahrenden Niedersachsen verweisen die Mitsubishi von Wolfgang Meierholz/Marco Schröder und Mario Kunstmann/Heiko Langer mit deutlichem Abstand auf die Plätze 3 und 4, während sie selbst bis zur Halbzeit nur knapp sechs Sekunden auf das BMW-Team einbüßen.

 

Die drei Prüfungen am Nachmittag bieten dem Audi S2 Quattro sogar die Siegchance, denn nach dem Start wird ein 300 Meter langes kurviges Schotterstück zugefügt, das – nach einer 180-Grad-Wende - auch zurück befahren wird, ehe sich die bekannten drei Asphalt-Kilometer in umgekehrter Richtung anschließen. Lange nimmt Müller auf dem Schotter jedesmal etliche Sekunden ab, doch Müller kann auf dem Asphalt den Spieß umdrehen und setzt zwei weitere Bestzeiten. Lange nimmt eine Bestzeit für sich in Anspruch und landet mit acht Sekunden Rückstand auf Rang 2 – vorerst. Dann kommen jedoch zwei Korrekturen: Müller erhält 10 Strafsekunden für einen Frühstart, die er akzeptiert: „Ist in Ordnung. Ich wollte die Drehzahl hoch halten und bin ein paar Zehntel zu früh von der Kupplung gegangen.“ Härter trifft es Lange/Knye, die zweimal um eine Minute zu früh gestempelt haben und dadurch auf Rang 6 abstürzen.

 

Die nach langer Wettkampfpause bedächtig gestarteten Wolfgang Meierholz und Marco Schröder verbessern sich im Laufe der Rallye immer mehr und ziehen auf WP 4 an den sächsischen Mitsubishi-Kollegen Mario Kunstmann und Heiko Langer vorbei. Mit deutlichem Rückstand erreicht das brandenburgische Golf-3-Team Torsten Brunke und Sophia Strauß, erst 18, den vierten Gesamtrang.

 

Ergebnis 1. Rallyesprint Blankenburg am 16. März 2014:

01. Olaf Müller/Steffi Weidel BMW 320is H14 13:36,5

02. Wolfgang Meierholz/Marco Schröder Mitsubishi Evo 6 H16 +25,6

03. Mario Kunstmann/Heiko Langer Mitsubishi Evo 6 C28 +36,6

04. Torsten Brunke/Sophia Strauß VW Golf 3 GTI H14 +1:33,5

05. Jürgen Nußbeck/Thomas Schöne VW Golf GTI 16V C27 +1:53,3

06. Rainer Lange/Florian Knye Audi S2 Quattro H16 +1:57,6

07. Ulrich ten Hompel/Niklas Richter Mazda 323 T. 4WD G19 +1:59,7

08. Christoph Wolf/Jonas Schmidt VW Golf GTI 16V H14 +2:11,0

09. Hans-Ulrich Zacher/Olaf Rachner Renault 5 GT Turbo C28 +2:25,3

10. Burkhardt Galle/Susann Finger Mitsubishi Evo 7 G21 +2:32,0

 

GALERIE: Die Bilder des Rallyesprints Blankenburg ...