Grabfeld-Rallye sagt sich vom DMSB los

Einschnitt bei der Grabfeld-Rallye. Die beliebte Veranstaltung segelt künftig nicht mehr unter der Flagge des DMSB, sondern wird in diesem Jahr als Pilotveranstaltung des neuen Rallye-Supercup-Verbands durchgeführt.

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Einschnitt bei der Grabfeld-Rallye. Die beliebte Veranstaltung segelt künftig nicht mehr unter der Flagge des DMSB, sondern wird in diesem Jahr als Pilotveranstaltung des neuen Rallye-Supercup-Verbands durchgeführt.

Die Grabfelder sind bekannt dafür, ungewöhnlich Wege zu gehen. Nachdem man seit Monaten vergeblich versuchte, eine eigene Meisterschaft durch den DMSB genehmigen zu lassen, geht man jetzt einen ganzen Schritt weiter und gründet mit dem Rallye Supercup e.V. (RSC) gleich eine neue Motorsport-Dachorganisation. 

Vorsitzender des RSC ist Patrick Mohr, der in den letzten Wochen mit seinen Mitstreitern ein umfassendes Regelwerk ausarbeitete, mit dem sich ein möglichst großes Starterfeld („vom WRC bis zur Gruppe G“) ermöglichen lassen soll. 

„Nach zwei Jahren voller Geduld und Kompromisse war der Punkt irgendwann erreicht, wo es galt Nägel mit Köpfen zu machen. Eine vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit war leider mit dem DMSB wohl unmöglich. Somit blieb nur der Schritt zum eigenen Verband übrig“, sagte Mohr.

Die erste Veranstaltung des RSC ist natürlich die Grabfeld-Rallye (30. Juni). Dort wird sich zeigen, ob es Mohr und seinen Mitstreitern gelungen ist, die entsprechenden Strukturen und Voraussetzungen zu schaffen, die man bislang unter DMSB-Flagge erreichte und ob man weitere Veranstalter für einen Wechsel überzeugen kann.

Beim ADAC - der Club ist der wichtigste Träger des DMSB - will man die neuesten Entwicklungen zunächst bewerten. Aus Richtung des NAVC war zu vernehmen: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“