Dakar 7. Etappe: Tagessieg für Sainz, Führung für Loeb

Nach der letzten Etappe vor dem Ruhetag wechselt die Reihenfolge an der Spitze erneut. Mini-Pilot Al-Attiyah sprengt die Peugeot-Phalanx und Mikko Hirvonen wird starker Fünfter.

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  • Sebastien Loeb erobert die Dakar-Führung zurück

Nach der letzten Etappe vor dem Ruhetag wechselt die Reihenfolge an der Spitze erneut. Mini-Pilot Al-Attiyah sprengt die Peugeot-Phalanx und Mikko Hirvonen wird starker Fünfter.

Nach seinen Peugeot-Teamkollegen Sébastien Loeb (Startnummer 314) und Stéphane Peterhansel (302) hat nun auch Carlos Sainz (303) eine Wertungsprüfung  gewonnen. Der zweimalige Rallye-Weltmeister aus Spanien siegte auf der 336 Kilometer langen WP von Uyuni nach Salta mit 20 Sekunden Vorsprung vor Loeb. Der neunmalige Rallye-Weltmeister hatte nach dem ersten Abschnitt der zweigeteilten Prüfung noch mit über zwei Minuten vor Sainz geführt. Kurz nach dem Restart bremsten ihn jedoch Probleme mit dem Turbo und dem Öldruck ein, was rund drei Minuten kostete.

Peterhansel, der als Sieger am Vortag die Strecke eröffnen musste, büßte 2.35 Minuten ein und kam erst hinter Mini-Speerspitze Nasser Al-Attiyah (300) ins Ziel. Damit musste der elfmalige Dakar-Sieger auch die Führung in der Gesamtwertung wieder an Loeb abgeben. Die drei führenden Peugeot in der Reihenfolge Loeb, Peterhansel (+2.22 Minuten) und Sainz (+ 4.50 Minuten) rücken damit noch dichter zusammen. Al-Attiyah bleibt Gesamtvierter. „Ich war heute Morgen bis in die Haarspitzen motiviert um die Führung zurück zu holen“, sagte Loeb im Ziel. „Unser Auto hat mehr oder weniger funktioniert und wir haben nicht alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Aber wir sind wieder vorn und das ist alles was zählt.“

Nachdem Beifahrer Michel Perin wieder zu 100 Prozent gesund ist, präsentierte sich Mikko Hirvonen (Mini, 315) wieder in Topform. Der Dakar-Neuling aus Finnland kam noch vor Cyril Despres (321) im vierten Werks-Peugeot und der Toyota-Meute auf Rang fünf ins Ziel.

Die Wertungsprüfung vom Samstag war zweigeteilt. Der erste, 230 Kilometer lange Abschnitt führte von Uyuni Richtung Argentinien. Der Grenzübertritt selbst lag innerhalb einer 80 Kilometer langen, neutralisierten Zone. Erst kurz hinter der Grenze ging’s noch einmal gegen die Stoppuhr, jetzt noch einmal über 106 Kilometer. Aufgrund weiterer schwerer Regenfälle war die Strecke in so schlechtem Zusatnd, dass der Motorrad-Wettbewerb abgebrochen wurde. 

Tödlicher Unfall überschattet Etappe

Überschattet wurde die siebte Wertungsprüfung von einem schweren Unfall, bei dem nach offiziellen Angaben ein 63 Jahre alter Zuschauer ums Leben kam. Der Franzose Lionel Baud war bei Kilometer 82 des Teilstücks zwischen Uyuni/Bolivien und Salta/Argentinien mit seinem Wagen von der Strecke abgekommen und erfasste den Mann, der alleine am Streckenrand stand. „Die Mediziner konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen“, teilten die Organisatoren mit.

Morgen ist Ruhetag

Am Sonntag ist während des Ruhetags in Salta großer Service angesagt. Die Topteams zerlegen ihre Autos weitgehend und bauen sie unter Verwendung neuer Teile – wo erlaubt – wieder auf. Einige haben dazu Extra-Mechaniker einfliegen lassen.

Zwischenstand nach 7. Etappe

1. LOEB / ELENA PEUGEOT 21:46:28
2. PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT +02:22
3. SAINZ / CRUZ PEUGEOT +04:50
4. AL-ATTIYAH / BAUMEL MINI +17:36
5. HIRVONEN / PERIN MINI +32:53
6. DE VILLIERS / VON ZITZEWITZ TOYOTA +33:41
7. POULTER / HOWIE TOYOTA +40:19
8. AL RAJHI / GOTTSCHALK TOYOTA +42:51
9. VASILYEV / ZHILTSOV TOYOTA +53:46
10. SPATARO / LOZADA RENAULT +1:15:45

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