Deutscher Dreikampf beim Mitropa-Cup-Auftakt

Während beim Saisonstart der Österreichischen Staatsmeisterschaft alle gespannt auf den Dreikampf Baumschlager, Neubauer, Grössing blicken, stehen eine Stufe darunter drei Deutsche im Mittelpunkt. In der Mitropa-Cup-Wertung heißt es Titelverteidiger gegen Rückkehrer und Youngster.

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  • Manuel Kößler ist bereit für den Angriff auf den Mitropa-Cup-Titel

    Manuel Kößler ist bereit für den Angriff auf den Mitropa-Cup-Titel

Während beim Saisonstart der Österreichischen Staatsmeisterschaft alle gespannt auf den Dreikampf Baumschlager, Neubauer, Grössing blicken, stehen eine Stufe darunter drei Deutsche im Mittelpunkt. In der Mitropa-Cup-Wertung heißt es Titelverteidiger gegen Rückkehrer und Youngster.

Hermann Gaßner gegen Manuel Kößler, Mitsubishi gegen Subaru – so lautete schon 2014 das Duell im Mitropa Rallye Cup (MRC). Damals setzte sich der Subaru-Fahrer aus dem Allgäu mit sechs von acht Saisonsiegen souverän durch. 2015 holte Gaßner den Titel in der „Europameisterschaft für Privatfahrer“ zurück ins oberbayerische Ainring – auch weil Rivale Kößler nur an ausgewählten Läufen teilnahm.

2016 geht das Duell der R4-Piloten aus dem Süden der Republik nicht nur in die nächste Runde, beim Saisonstart – der Rebenland Rallye in der Südsteiermark – mischt auch gleich noch ein dritter Deutscher vorne mit. Der 21 Jahre junge Maximilian Koch hat sich ebenfalls für den Mitropa Cup angemeldet und bringt mit dem Skoda Fabia S2000 das auf dem Papier stärkste Fahrzeug an den Start. Es wird also ein heißer deutscher Dreikampf erwartet. Einzig der Ungar Krisztian Hideg (Mitsubishi Lancer Evo IX) könnte den Germanen einen Strich durch die Rechnung machen.

Einrollen als Vorwagen

Nachdem Hermann Gaßner nach Platz vier bei der Saarland-Pfalz-Rallye und Maximilian Koch nach seinem Gaststart bei der Rallye Monte Carlo schon voll im Saft stehen, ist die Rebenland Rallye für Manuel Kößler die erste Wettbewerbs-Teilnahme im Jahr 2016. Der Allgäuer hat bisher nur als Nullwagen am Rallyesprint Trostberg-Kienberg teilgenommen, um den neu aufgebauten Subaru Impreza R4 zu testen und sich an die Arbeitsweise seines neuen Beifahrers Marcus Poschner zu gewöhnen.

„Der Test war zwar kurz, aber extrem wichtig“, verrät Poschner nach der Sprintrallye mit 15 WP-Kilometern. „So konnte ich Manuels Aufschrieb-Technik schon kennenlernen. Jetzt fühlen wir uns wohl im Auto und können bei der Rebenland Rallye Power geben.“ Manuel Kößler ergänzt: „Es war gut, mal wieder im Auto gehockt zu haben. So fangen wir bei der Rebenland nicht bei null an.“

Während Marcus Poschner erstmals an der Rebenland Rallye teilnimmt, hat Manuel Kößler gute Erinnerungen an den Asphaltlauf in der Südsteiermark. 2014 feierte er hier seinen ersten Laufsieg im Mitropa Rallye Cup (MRC) und das als Zweiter der Gesamtwertung – ein Ergebnis, das sich wohl nur schwer wiederholen lässt. „Wenn wir wieder Zweite werden, dann werden die bei der Nachkontrolle unser komplettes Auto zerlegen“, scherzt Kößler. „So ein Ergebnis ist mit unserem Subaru bei dem starken Feld sicher nicht möglich. Wir wollen ohne Fehler durchfahren, dann wird das Ergebnis schon stimmen.“ Für seinen Beifahrer bedeutet das konkret: „Unser Ziel sind die Top-3 im Mitropa Cup und Top 10 im Gesamt. Alles andere wäre bei unserer ersten gemeinsamen Rallye ein Bonus.“

VIDEO: Rebenland-Rallye 2015