Vorhang auf zum Jahr der großen Umsturz-Pläne

Mit dem Startschuss in Leutschach beginnt die Jagd auf Raimund Baumschlager. Hermann Neubauer und Gerwald Grössing wollen mittels WRC-Power am Thron des 13-fachen Rallye-Staatsmeisters rütteln.

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  • Hermann Neubauer will im Ford Fiesta WRC Meister werden

    Hermann Neubauer will im Ford Fiesta WRC Meister werden

Mit dem Startschuss in Leutschach beginnt die Jagd auf Raimund Baumschlager. Hermann Neubauer und Gerwald Grössing wollen mittels WRC-Power am Thron des 13-fachen Rallye-Staatsmeisters rütteln.

Vier Mal hat es die Rebenland-Rallye bisher gegeben, vier Mal wurde dabei Raimund Baumschlager in Leutschach als Sieger gefeiert. Für den fünften Streich, den der Serien-Staatsmeister natürlich anpeilt, hängen die Trauben für ihn möglicherweise am höchsten. 

Seinem Skoda Fabia R5 stehen zwei motorisch klar stärkere Ford Fiesta WRC gegenüber. In einem sitzt der Salzburger Hermann Neubauer, im anderen wartet der Niederösterreicher Gerwald Grössing auf seine Chance. Während  Neubauer keine Scheu hat, sein Ziel klar anzusprechen („Ich will den Staatsmeistertitel!“), drückt Grössing geschickt den Druckablass-Knopf („Ich will jede Rallye so gut fahren, wie es geht. Was am Ende herauskommt, werden wir sehen, ist auch nicht ganz so wichtig. Es ist einfach schön, so ein Auto lenken zu können.“)

Der 13-fache Meister selbst sieht den zu erwartenden Attacken relativ gelassen entgegen: „Jetzt liegt der Erfolgsdruck wenigstens nicht mehr bei mir allein. Und es kann auch keiner mehr sagen, dass ich eh nur gewinn‘, weil ich im stärksten Auto sitze. Für die Spannung in der Meisterschaft und allgemein für den Rallye-Sport in Österreich ist so eine Ausgangssituation natürlich großartig, und ich werde trotzdem alles daran setzen, mich erfolgreich zur Wehr zu setzen.“

Mit Niki Mayr-Melnhof steht ein weiterer schneller Mann in einem Top-Auto am Start. Der aus dem Rundstreckensport stammende Quereinsteiger kommt wie letztes Jahr im Waldviertel wieder mit einem Ford Fiesta R5 aus dem Stall von Ex-Staatsmeister Beppo Harrach. Bei seiner allerersten Rallye landete Mayr-Melnhof gleich auf Platz fünf, verspielte dabei nur durch einen Ausritt auf der letzten Sonderprüfung sogar den möglichen zweiten Platz. Einen weiteren R5-Boliden, nämlich einen Citroen DS3, bringt in Leutschach der Tscheche Miroslav Jakes an den Start.

Gaßner, Koch und Kößler am Start

Die S2000-Fraktion ist mit dem Oberösterreicher Gerald Rigler (Peugeot 207) und dem Deutschen Maximilian Koch (Skoda Fabia) vertreten. Während Rigler letztes Jahr im Rebenland mit Platz sechs unter die Top-10 fuhr, musste Koch nach einem Unfall auf der vorletzten Prüfung aufgeben.Ein Mann mit südsteirischer Podiumserfahrung ist Manuel Kößler. Mit seinem Subaru Impreza R4 holte er vor zwei Jahren den sensationellen zweiten Platz. Zu Spitzenzeiten ist freilich auch Routinier Hermann Gaßner, der in einem Mitsubishi Evo X R4 sitzt, jederzeit fähig. Neben dem Ungarn Kristian Hideg (Mitsubishi Evo IX) wollen auch noch einige Österreicher in dieser Kategorie mitmischen – die Kärntner Andreas Mörtl und Norbert Liebert kommen wie der Steirer Daniel Zieser mit einem Mitsubishi Evo IX, Robert Zitta und Gerhard Aigner aus Oberösterreich lenken einen Subaru Impreza.

LINK: Die Nennliste der Rebenland-Rallye ...