Auch Spanien bremst die Porsche aus

Nachdem bereits in Deutschland die GT-Fahrzeuge verschwunden sind, zieht Spanien nach. Ein Restriktor sorgt für deutliche Leistungseinbußen und für das Ende der Porsche-Projekte.

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Nachdem bereits in Deutschland die GT-Fahrzeuge verschwunden sind, zieht Spanien nach. Ein Restriktor sorgt für deutliche Leistungseinbußen und für das Ende der Porsche-Projekte.

Im vergangenen Jahr siegte bei allen Läufen der spanischen Asphalt-Meisterschaft ein Porsche-Fahrer. Diese Dominanz ist vorerst vorbei. Der Verband setzte den Einbau eines 41,2 Millimeter kleinen Air-Restriktor durch, der für eine Leistungseinbuße von rund 60 PS sorgt. Offiziell gab das Team in der letzten Saison rund 460 PS für den Porsche 911 GT3 an. Inoffiziell dürften es jedoch rund 500 gewesen sein.

Zunächst war Porsche-Speerspitze Iván Ares noch davon überzeugt, dass er trotz der neuen Bestimmung im Titelkampf weiter mithalten kann, doch nach einem ersten Test sprach er von einem Zeitverlust von rund drei Sekunden pro Kilometer und kündigte umgehend eine Neuorientierung an. So soll er versuchen, beim Saisonauftakt auf Gran Canaria mit einem Ford Fiesta R5 anzutreten.

Damit scheint die Politik des Verbands aufzugehen, denn auch in Spanien sollen die R5-Fahrzeuge künftig die Topkategorie bilden. Ares bedauert den Schritt, denn aus seiner Sicht sind die Einsatzkosten für einen R5 deutlich höher als die für seinen Porsche.

Die erste Ausfahrt im R5-Fiesta von RMC Motorsport brachte Ares übrigens kein Glück. Schon in der Auftaktprüfung des Rallysprints de la Mencía rutschte der spanische Vize-Meister von der Strecke und verfomte die Frontpartie nachhaltig.