Ruf nach Prototypen wird immer lauter

In Argentinien wurde die letzte große Welle der Rallye-Prototypen initiiert. Mit der Maxi Rally-Kategorie schuf man dort eine kostengünstige Alternative zu den R5-Fahrzeugen. Nun will sich der FIA Weltrat mit dem Thema auseinandersetzen.

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  • Die FIA diskutiert eine internationale Prototypen-Klasse

    Die FIA diskutiert eine internationale Prototypen-Klasse

In Argentinien wurde die letzte große Welle der Rallye-Prototypen initiiert. Mit der Maxi Rally-Kategorie schuf man dort eine kostengünstige Alternative zu den R5-Fahrzeugen. Nun will sich der FIA Weltrat mit dem Thema auseinandersetzen.

Um die Markenvielfalt zu gewährleisten, entschied man sich in Argentinien vor mittlerweile sechs Jahren dazu, mit der Maxi Rally-Kategorie den Importeuren eine Möglichkeit zu bieten, am Campeonato Rally Argentino teilzunehmen. Die Idee wurde ein großer Erfolg. Auch in Europa entstanden einige unterschiedliche Prototypen, die in unterschiedlichen Meisterschaft zum Teil sehr erfolgreich eingesetzt worden sind. Vorreiter war Dytko Sport aus Polen, die Landsleute von Stec Motorsport wurden dank Bryan Bouffier im Ford Fiesta Proto sogar Vize-Meister in der heimischen Meisterschaft. 

Dytko Sport ist in Europa Vorreiter der Prototypen-Klasse und packt Mitsubishi-Technik unter verschiedene Karossen

Damit nicht genug. Das Team Dytko Sport lieferte dem Spanier Amador Vidal einen Volkswagen Polo Proto, mit dem er die letzten beiden Titel in der spanischen Schottermeisterschaft holen konnte. Das Team AR Vidal Racing will nun die gesammelten Erfahrungen in den Bau eines Suzuki Swift N5 einfließen lassen, der für die kommende spanische Asphaltmeisterschaft vom Team Suzuki Repsol in Auftrag gegeben worden ist und den in die Jahre gekommen Suzuki Swift S1600 ablösen soll. Der Allradler wird mit einem 1,6-Turbo-Motor und sequentiellen Sechsgang-Getriebe ausgestattet, dazu kommt der komplette Antriebsstrang aus dem Mitsubishi Evo. Alles bekannte Zutaten, die sich auch in der von MotorSport New Zealand (MSNZ) und der Confederation of Australian Motor Sport (CAMS) neu geschaffenen AP4-Kategorie wiederfinden lassen.

Nun soll es auch zum Umdenken bei der FIA kommen und auf der nächsten Weltrats-Sitzung im März könnte eine neue Fahrzeugkategorie im internationalen Rallyesport etabliert werden. Ähnlich der bekannten Maxi Rally-Formel soll es sich um Allradfahrzeuge mit einem Leistungslimit von 300 PS handeln, die jedoch nur die Hälfte eines aktuellen R5-Autos kosten sollen. Einen aktuellen Prototypen aus dem Hause Dytko Sport kann man bereits ab 50.000 Euro erwerben. Allerdings sind wie üblich verschiedene Eskalationsstufen möglich, welche die Preise auf über 100.000 Euro heben können.