Mit der AP4-Kategorie in die Zukunft

Die Zeit der Gruppe N-Autos neigt sich dem Ende. In Neuseeland und Australien sucht man neue Wege und setzt auf die neue Klasse AP4. Erste Testträger werden bereits getestet.

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Die Zeit der Gruppe N-Autos neigt sich dem Ende. In Neuseeland und Australien sucht man neue Wege und setzt auf die neue Klasse AP4. Erste Testträger werden bereits getestet.

MotorSport New Zealand (MSNZ) und die Confederation of Australian Motor Sport (CAMS) haben sich schon im Laufe des vergangenen Jahres auf eine neue AP4-Fahrzeugklasse geeinigt, welche auch in der Asien-Pazifik-Meisterschaft (APRC) startberechtigt sein werden. Dabei handelt es sich um Allradler, deren Leistung vergleichbar mit der R5-Kategorie sein soll bei niedrigeren Kosten.

Erreicht werden soll dies nach dem Prinzip der Maxi Rally-Kategorie in Argentinien. Das Chassis stammt von einem Serienauto, welches nicht unbedingt durch den Hersteller für den Motorsport homologiert werden muss. Der 1,6-Liter-Motor muss nicht notgedrungen vom gleichen Hersteller stammen, beim Überollkäfig hingegen gibt es keine Kompromisse, dieser benötigt die Freigabe von Motorsportbehörden MSNZ und CAMS. Bei der Aufhängung handelt es sich um ein Standard-Bauteil, wie auch beim sechs-stufigen sequentiellen Getriebe der Marke Sadev.

In Neuseeland hat Force Motorsport für Andrew Hawkeswood einen Mazda 2 aufgebaut und mit Holder Brothers Racing wurden bereits erste Testfahrten durchgeführt. Der Fahrer hatte schon im vergangenen Jahr einen Mazda 2 Maxi gefahren, der mit einem 2,3-Liter Triebwerk ausgestattet war. Das Debüt der AP4-Klasse ist Anfang April bei der Rally of Otago vorgesehen. In den Werkshallen von Force Motorsport sollen bis dahin weitere AP4-Fahrzeuge entstehen, u.a. mit der Silhoutte von Skoda und Hyundai.

Ben Hunt sicherte sich am Steuer eines Subaru Impreza WRX im vergangenen Jahr den Titel in Neuseeland. In Australien hingegen konnte Eli Evans im Citroën DS3 R3T seine dritte Meisterschaft einfahren, der alle drei Etappen und die Power Stage des Saisonfinales zu seinen Gunsten entschied. Evans könnte der letzte Champion in einem Fronttriebler gewesen sein, da in diesem Jahr wieder die Allrad-Piloten im Kampf um den Titel eingreifen sollen. Adrian Coppin vom Team Citroën Australia verkündete bereits mit einem Toyota Corolla S2000 von Neal Bates Motorsport antreten zu wollen.

Bei den S2000-Fahrzeugen handelt es sich um die ehemaligen Werksautos aus der Australischen Meisterschaft, mit dem Simon Evans zuletzt in der Saison 2008 die Meisterschaft einfuhr. Harry Bates, der Sohn des Teamchefs, wird ein weiteres Fahrzeug übernehmen.

Endstand Scouts Rally SA 2015 - Heat 1: 
1. Eli Evans/Glen Weston (AUS) Citroën DS3 R3T 38.03,3
2. Molly Taylor/Bill Hayes (AUS) Renault Clio R3 +18,6
3. Steven Mackenzie/Brent Mackenzie (AUS) Ford Fiesta ST +24,9

Endstand Scouts Rally SA 2015 - Heat 2:
1. Eli Evans/Glen Weston (AUS) Citroën DS3 R3T 1:01.11,4
2. Steven Mackenzie/Brent Mackenzie (AUS) Ford Fiesta ST +25,7
3. Molly Taylor/Bill Hayes (AUS) Renault Clio R3 +40,3

Endstand Scouts Rally SA 2015 - Heat 3:
1. Eli Evans/Glen Weston (AUS) Citroën DS3 R3T 38.51,5
2. Molly Taylor/Bill Hayes (AUS) Renault Clio R3 +30,2
3. Ashlea James/Dennis Neagle (AUS) Volkswagen Polo Vivo +1.59,1