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Jürgen Stehr wirft hin

Mit dem Rallyesprint im Stehrodrom – auf seinem eigenen Firmengrundstück – ist Jürgen Stehr allen Rallyefans ein Begriff. Jetzt steigt der Unternehmer, der eine Menge eigenes Geld in den Rallyesprint und die Hessen-Rallye gesteckt hat, aus der Organisation aus, verärgert durch die Politik von ADAC und DMSB.

  • ZIEHT KONSEQUENZEN: Jürgen Stehr kündigt den Ausstieg aus der Rallye Vogelsberg und das Ende des Rallyesprint EU an

    ZIEHT KONSEQUENZEN: Jürgen Stehr kündigt den Ausstieg aus der Rallye Vogelsberg und das Ende des Rallyesprint EU an

Mit dem Rallyesprint im Stehrodrom – auf seinem eigenen Firmengrundstück – ist Jürgen Stehr allen Rallyefans ein Begriff. Jetzt steigt der Unternehmer, der eine Menge eigenes Geld in den Rallyesprint und die Hessen-Rallye gesteckt hat, aus der Organisation aus, verärgert durch die Politik von ADAC und DMSB.

Jürgen Stehrs Verhältnis zum DMSB und zum ADAC ist seit zwei Jahren sehr angespannt. Er hatte Ende 2010 mit DMSB-Generalsekretär Christian Schacht, dem damaligen DMSB-Präsidenten Torsten Johne und AvD-Sportpräsidenten Volker Strycek in nächtlichen Verhandlungen einen Kompromiss für DRM und DRS erreicht und per Handschlag besiegelt. Dass die DMSB-Vertreter einen Tag später davon nicht mehr wissen wollten, findet der Geschäftsmann Stehr unbegreiflich. Die neuerlichen Querelen zwischen AvD und DMSB über die DRS 2013, deren Endlauf der Rallyesprint in Storndorf sein sollte, die ausufernden Kosten für Rallye-Einsteiger und die teilweise undurchschaubaren Wege der ADAC-Nachwuchsförderung nennt Stehr als wichtigste Gründe für seinen Ausstieg. In den letzten zwölf Monaten sind auch Dissonanzen zwischen den Storndorfer Rallyesprint-Machern und dem AC Schlitz – über Geld und Einfluss – hinzugekommen.

 

Als Konsequenz von Stehrs Ausstieg wird der Rallyesprint.eu, der für den 2. November 2013 geplant war, abgesagt. Bei der Hessen-Rallye werden die Prüfungen Storndorf und Bastwald gestrichen.

 

Friedrich Goldstein, Rallyeleiter der ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg, bestätigte den Ausfall der Strecke: „Die Gesamtlänge reduziert sich dadurch um 20 Kilometer, alle anderen Prüfungen bleiben jedoch bestehen.“ Er sieht den dritten DRM-Lauf nicht gefährdet. „Ich bedauere den Schritt von Jürgen Stehr, der aus meiner Sicht jedoch nichts bewirken wird. Eine sachliche Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen wäre richtiger gewesen. So wird nur den Leuten geschadet, die ihn jahrelang unterstützt haben“, sagte Goldstein.

 

Von der Bildfläche verschwinden wird Jürgen Stehr aber nicht ganz. „Meine Förderung für Benny Krusch im Opel Adam geht natürlich weiter“, versichert er. „Und ich freue mich auf die Starts mit meinen zwei historischen Mercedes im Rahmen von Slowly Sideways.“